Diplomarbeit

Künstliche Intelligenz als Spielraum für Mündigkeit?

Künstliche Intelligenz ist überall und nicht mehr wegzudenken. 92 % aller Studierenden nutzen bereits künstliche Intelligenz in ihren Arbeiten.1 Mehr als eine Milliarde Menschen nutzen ChatGPT monatlich.2 Seit Tagen wird immer mehr dazu bekannt, wie „zielorientierte, hartnäckige Computerprogramme mit unvorhersehbarem Verhalten“3, auch KI-Agenten, frei im Internet herumirren, um Ziele zu erreichen, die eigentlich unmöglich sein sollten.4 Nicht nur belagern KI-Agenten Internetforen, auf denen sie nichts zu suchen haben5, die Top-Wissenschaftler der bekanntesten KI-Firmen (OpenAI, Anthropic) gehen potentiell davon aus, dass es zumindest eine über zehnprozentige Chance gibt, dass KI alle Menschen innerhalb des nächsten Jahrzehnts auslöschen wird.6 7 8 9 Diese KI-Agenten, die großen Sprachmodelle und deren Trainingsvorgänge sind nicht nur potentiell gefährlich, sondern verbrauchen auch Unmengen an Energie.10 11 12
Ich bin einer von diesen Menschen, die KI tagtäglich nutzen: Ich erstelle mir Laufpläne, lasse mir kleine Programme schreiben, versuche Rezepte in vegane Alternativen umzuwandeln. Und auch diese Abschlussarbeit wäre ohne sogenannte künstliche Intelligenz gar nicht erst möglich gewesen. Die Fragen, die sich mir seit einiger Zeit bei der Nutzung immer wieder stellen: Wieso nutze ich KI so gerne, obwohl ich die Risiken kenne? Was ist, wenn KI mir Dinge möglich macht, die ich sonst nicht hätte tun können? Kann künstliche Intelligenz ein Spielraum für Mündigkeit sein?

Für das Nachwuchsforum des 22. Parlamentsforums Südliche Ostsee schrieb und hielt ich einen Vortrag und konzipierte ein Moderationskonzept zur Erarbeitung von drei Resolutionspunkten der Jugendlichen. Im Nachgang dokumentierte und reflektierte ich meinen persönlichen Arbeitsprozess mit Fokus auf die Nutzung von sogenannter künstlicher Intelligenz.
„Künstliche Intelligenz“ hat viele Namen: Maschinelles Lernen, großes Sprachmodell (Large Language Model, LLM), neuronales Netzwerk und für manche auch „Chatterina“13. Wenn ich in der folgenden Arbeit von KI (oder Claude) schreibe, verwende ich den Begriff mit Verweis auf die kritische Auseinandersetzung, die im Kapitel der Begriffserklärung stattfindet – KI ist eher künstlich, als intelligent.
Auf den jeweiligen Arbeitsprozess mit oder ohne KI wird in den jeweiligen Kapiteln eingegangen. Direkte Zitate aus Transkripten der Chatverläufe sind markiert: Das hier ist ein Beispiel. Eigene Prompts werden kursiv und mit Anführungszeichen dargestellt: „So sieht das aus.

Begriffe

Künstliche Intelligenz

Wo kommt der Name her?

Der Begriff künstliche Intelligenz lässt sich auf die Ausschreibung zum „Dartmouth Summer Research Project on Artificial Intelligence“ im Jahr 1955 zurückführen. Dort wollten die Wissenschaftler J. McCarthy, M. L. Minsky, N. Rochester und C.E. Shannon Maschinen beibringen Sprache zu verwenden, Abstrahierungen und Konzepte zu erstellen und Probleme zu lösen, die aktuell nur für Menschen bestimmt waren.14 Sie waren der Meinung, dass die Lösung für das „künstliche Intelligenz Problem“ darin liegt, eine Maschine zu entwickeln, die sich so verhält, wie ein Mensch, den man intelligent nennen würde.15 Es ging schon um die Vision, aber nicht wirklich darum künstliche Intelligenz zu erschaffen, sondern „nur“ um die Idee der Nachahmung von menschlichem Verhalten und um das Sichern von Förderungsgeldern.16

Wie sieht es heute aus?

Hat sich das vielleicht geändert? Oder was passiert, wenn man versucht menschliches Denken nachzuahmen?
2017 veröffentlichte ein Team von Wissentschaftler:innen bei Google ihre Forschung zu einer neuen Art von Textverarbeitung (eigentlich für die Übersetzung gedacht), das Transformer Modell.17 Dies legte die Grundlage für die uns heute immer noch bekannten großen Sprachmodelle die hinter Anwendungen wie ChatGPT, Gemini oder Claude laufen. Mit dem Transformer Modell wurde nicht mehr nur das nächste Wort berechnet, sondern es kann gleichzeitig den ganze Satz, sogar den ganzen Absatz mit in die Wahrscheinlichkeitsberechnung einbeziehen. Die LLMs zerteilen die Wörter in eine Einheit, die sie „verstehen“ können: Tokens. Um überhaupt die Bedeutung der Wörter zu verstehen, vergleichen die Sprachmodelle diese Tokens dann mit Unmengen an gekauften, generierten und geklauten18 Daten und den Wörtern um die Sätze herum. Das Modell sammelt also eine große Datenmengen an Wörtern, die mit dem Ausgangswort zu tun haben und eine Menge an Wörtern, die nichts damit zu tun haben. Diese Wörter werden dann, abgeglichen mit der Datenbank, ins Verhältnis mit dem Ausgangswort gesetzt und somit das nächste wahrscheinliche Wort und der nächste wahrscheinliche Satz generiert.19
Zu Beginn funktionierte das mal weniger gut und mal ein bisschen weniger schlecht.20 Mit der Zeit entwickelten sich die Datensätze: GPT-3 (Generative Pre-Trained Transformer 3) von OpenAI wurde mit ungefähr 700 Gigabyte an Daten trainiert,21 die erste Version von ChatGPT (Version 3.5) mit 45 Terabytes (45.000 Gigabyte) und der Nachfolger ChatGPT 4 mit 1 Petabyte (1.000 Terabytes = 1.000.000 Gigabytes).22
Mittlerweile, die Vorstellung von ChatGPT liegt gut vier Jahre in der Vergangenheit,23 sieht das ganz anders aus. Die KI-Firmen veröffentlichen zwar nicht mehr die schiere Größe ihrer Trainingsdaten, dafür lässt sich in allen anderen Variablen eine fast logarithmische Steigerung in Leistung erkennen.24 Die Strukturen in denen große Sprachmodelle laufen haben sich auch geändert. Mit Claude Code, Codex und OpenClaw, sogenannten KI-Agenten, entscheiden die Nutzer:innen nur noch oberflächlich oder bedingt, was die KI erledigen soll und durch interne Anweisungen werden die Unteraufgaben so lange im Kreislauf abgespielt, bis das vom User gewünschte Ergebnis erreicht wird.25 Grundlegend sind es aber immer noch „einfach nur“ Wahrscheinlichkeitsberechnungen.
Aber was kommt danach? Einer der Top-Wissenschaftler bei OpenAI, Mark Chen, schätzt, dass OpenAI schon 80 % des Weges zu AGI, Artificial General Intelligence (Künstliche allgemeine Intelligenz), gegangen ist.26 Aber was AGI eigentlich ist und wie man das überhaupt messen soll, dafür gibt es noch keine Richtlinie und alle Firmen haben ihre eigene.27
Was sich nicht geändert hat: Künstliche Intelligenz funktioniert auch heute noch wunderbar als ein Marketingbegriff.

Mündigkeit

Will man Mündigkeit nach dem Philosophen Immanuel Kant definieren, muss man auch die Unmündigkeit in die Überlegung mit einbeziehen. Laut Kant wird man theoretisch mündig geboren, wird dann zur Unmündigkeit erzogen und muss sich dann dazu entscheiden, die Mündigkeit wieder zu erreichen.
„Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“28
Selbstverschuldet unmündig ist man nur, wenn man aus eigenem Willen nicht aus dieser Unmündigkeit wieder heraustritt, zum Beispiel, weil man es sich nicht zutraut.29
Gleichzeitig betont Kant, dass es wirklich schwer sei, „sich aus der ihm [dem Menschen] beinahe zur Natur gewordenen Unmündigkeit herauszuarbeiten“30, weil wir zur Unmündigkeit erzogen werden und Mündigkeit als etwas Gefährliches erscheinen kann. „Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, daß diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperreten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen drohet, wenn sie es versuchen, allein zu gehen.“ 31
Wenn Unmündigkeit bedeutet, dass man seinen Verstand nicht ohne die Leitung von jemand anderem benutzen kann, dann ist man mündig, wenn man diesen alleine benutzen kann. Dafür muss man sich aktiv entscheiden. Für Kant ist der Weg zur Mündigkeit die Aufklärung: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“32

Den Weg zur Mündigkeit sehe ich als Handlungsspielraum an.

Agency

Warum nutze ich das Wort Agency und nicht das deutsche Wort? Das liegt daran, weil deutsche Übersetzungen: Tätigkeit, Wirksamkeit, Wirkung, Vermittlung, Agentur, Vertretung, Verkaufsbüro und Bezirk alle nicht so ganz das beschreiben, was ich aussagen möchte.33
Ein „Agent“ ist ein Wesen mit der Fähigkeit zu Handeln. Agency ist dann die Ausführung dieser Fähigkeit, das heißt also: man handelt. (Interessant: Die Wortwahl „KI-Agenten“ suggeriert also ein seiendes Wesen, genauso wie der Name Intelligenz suggeriert.)
Agency wird (meistens) nicht für generelle, sondern für vorsätzliche Handlungen genutzt. Der Vorsatz, also die Entscheidung, der Gedanke, unterscheidet Agency von einer Handlung ohne Intention. Die Verbindung besteht (je nach Definition) zwischen Intention und Grund: Um eine Handlung mit Intention ausüben zu können, muss man überhaupt eine Intention haben, und dafür hat man einen Grund, der sich z. B. aus persönlichen Zielen ergibt.34
(Wie mit allen philosophischen Begriffen wird auch darüber debattiert, was Agency nun ist, es gibt auch andere Ansichten als die hier wiedergegebenen. Das führt für diese Arbeit aber viel zu weit.)

Man könnte also sagen, um mündig zu werden braucht man Agency. Um selbstständig zu denken muss man sich zuerst aus der Unmündigkeit befreien und dafür muss man Entscheidungen treffen und vor allem handeln.
In dem Handlungsspielraum zur Mündigkeit kann man Agency ausüben, um mündig zu werden.

Und was habe ich jetzt mit diesem Spielraum gemacht?

Projekt

Parlamentsforum Südliche Ostsee

Das 22. Parlamentsforum Südliche Ostsee fand vom 31.5. bis zum 2.6.26 zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Südlichen Ostseeregion: Chancen und Risiken“ in Schwerin statt. Circa 50 Abgeordnete kamen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Westpommern, Pommern, Emsland-Masuren und Skåne zusammen. (Deutschland, Polen und Schweden). Die Veranstaltung hatte eher einen zeremoniellen Charakter. Bereits vorher trafen sich die Abgeordneten und Sachverständigen um eine Resolution auszuarbeiten. Während dieser Veranstaltung wurden Reden gehalten, nochmals Vorträge von Expert:innen angehört und das nachbarschaftliche Netzwerk gestärkt. Abschließend wurde die Resolution von den vorsitzenden Verwaltungsmitgliedern der teilnehmenden Regionen unterschrieben. Innerhalb dieser Veranstaltung hatten ausgewählte politisch engagierte Jugendliche, die beispielsweise für Abgeordnete arbeiten oder in Jugendparlamenten mitwirken, im Alter von 18–24 Jahren die Chance innerhalb eines Nachwuchsforums eine Annex für die Resolution mit ihren eigenen Anliegen auszuarbeiten. Durch diesen zweitägigen Prozess führte ich mit einem Auftaktvortrag und einem Moderationskonzept. Am letzten Tag präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse eigenständig vor den Parlamentariern. Die Resolution, plus Annex, wurde dann den jeweiligen Landtagen zur Ratifizierung vorgelegt. Damit ist das Dokument nicht bindend, sondern soll eine Anleitung zur politischen Ausrichtung der Region für ein gewisses Thema, in diesem Fall künstliche Intelligenz, bieten.

Vortrag

Auftrag & Ausgangslage

Eingeladen wurde ich hauptsächlich für meine spezifische Perspektive. Das Spannungsfeld aus nahendem Abschluss und dem aktuellen Wechsel in die Arbeitswelt, und das ausgerechnet in eine Branche, die gerade komplett von KI umgekrempelt wird, bot eine gute Ausgangslage, um sich mit dem Thema zu beschäftigen. Genau auf dieser Dramaturgie baut der Vortrag auf.
Die Rahmenbedingungen waren im Vergleich zum Rest relativ schnell klar: ein Impulsvortrag am Sonntag als Einstieg in das Nachwuchsforum, auf Englisch, 25 bis 30 Minuten, vor ungefähr 15 Jugendlichen, im Demmler-Saal des Landtags. Was nicht klar war, zumindest in meinem Kopf: vor wem ich eigentlich spreche. Irgendwann im April hatte ich mir eingeredet, dass ich den Vortrag vor den „richtigen“ Erwachsenen halten würde, also vor den Abgeordneten und den Jugendlichen gleichzeitig. „Also muss ich beide Ansprechen beim Vortrag die Parlamentarier:innen und die Jugendlichen.“ Das stimmte nicht und stand auch nie so in irgendeiner Mail. Claude hat das nicht hinterfragt, sondern brav übernommen: Danke für die Korrektur — das ändert die Tonlage deutlich. Aufgeklärt hat sich das erst am 11.5. im Termin mit Frau Lück (eine Mitarbeiterin des Landtags, die für den organisatorischen Teil des Nachwuchsforums zuständig war), gut drei Wochen vor dem Forum.
Was sich dagegen früh abzeichnete: Der Vortrag musste mehr tragen, als ich anfangs dachte. Frau Lück ging in unserem ersten Call am 24.4. davon aus, dass sich die Jugendlichen wahrscheinlich nicht groß vorbereiten würden. Damit war der Vortrag nicht mehr nur ein Einstieg, sondern musste quasi alles mitbringen, was wir am 1.6. für die Moderation brauchen würden. Das hat mir die Angst vor der Moderation ein bisschen genommen und dafür auf den Vortrag verlagert.

Inhaltliche Grundlage

Der Inhalt für den Vortrag hat sich über gut sechs Wochen angesammelt, meistens nebenbei und meistens auf Empfehlung. Prof. Björn Kernspeckt schickte mir den Talk von Amy Webb von der SXSW und später den Guardian-Artikel über Professor:innen, die versuchen, kritisches Denken in Zeiten von KI zu retten. Prof. Dr. Maxi Berger empfahl mir den Text von Vannevar Bush zu seinem Memex sowie das Material vom Didaktik-Tag der Hochschule, vor allem das Handout von Herrn Dr. Romeike. Und den Rest habe ich selbst mitgebracht.
Bei Amy Webb ist ein Satz, den ich mir während des Schauens notiert hatte, besonders hängengeblieben: „Kann ich wirklich als einzelne Person systematisch was verändern?
Für den Guardian-Artikel habe ich mir, ironischerweise, ein begleitendes Dokument erstellen lassen. Aber selbst lesen habe ich dann noch geschafft. Eine Zahl aus den Studien, auf die der Artikel sich bezieht, schaffte es bis in den Vortrag: 92 % der Studierenden nutzen KI für ihre Arbeiten. Wichtiger war aber, was aus dem Artikel bei der Vorbereitung auf eine Konsultation mit Maxi Berger entstanden ist. Ich formulierte zum ersten Mal die Frage aus: „Warum nutze ich KI, wenn ich die Risiken kenne? Und auch darauf eingehen und vielleicht nach einer Lösung suchen, wie man KI gut nutzen kann und weiterhin aber Agency oder Mündigkeit oder wie auch immer ich das dann nennen möchte, verfügen kann.Claude sah das genauso: Das ist kein Nebenstrang, das ist das intellektuelle Rückgrat des Diploms. Schön, dann waren wir uns ja einig.
Dazu kam der Input aus meiner neuen Welt, der Arbeitswelt. Als ich am 26.5. endlich anfing, konkret am Vortrag zu arbeiten, schrieb ich Claude, dass die KI auf der Arbeit zwar hilft, „aber ich merke auch, dass ich schnell viel an die KI abgebe, einfach weil das Tempo so hoch ist und ich aufpassen muss, dass ich selbst auch noch was lerne und nicht alles im Prozess an die KI abgebe.“ Und das schon zwei Monate nach Arbeitsbeginn.
Als letztes las ich am 29.5., zwei Tage vor dem Vortrag, noch das Handout von Herrn Romeike und den Text von Bush. Aus dem Handout blieben mir zwei Dinge sofort hängen: Synapsen bilden sich nur durch eigenes Tun. Wenn die KI denkt, bilden sich bei dir keine Verbindungen und der Begriff Cognitive Offloading. Claude wies darauf hin, dass der Witz daran die Ambivalenz sei, Es ist erstmal nichts Schlechtes. […] Die Frage ist nur: Wo kippt es?, und brachte den Gedanken, dass Nachvollziehen nicht dasselbe ist wie Verknüpfen. Durch den Zeitdruck ließ ich Claude einen Research-Prompt laufen: 166 Quellen in acht Minuten und vier Sekunden – schon ironisch zu diesem Thema. Bei Bush wurde dann die Verbindung klar. Der Memex ist eigentlich die perfekte Form von Cognitive Offloading, so wie Romeike es beschreibt: Die Erinnerungen werden ausgelagert, aber die Verknüpfungen baut weiterhin der Mensch beim Lernen.35 Bei KI bekommt man das fertige Ergebnis ohne den Pfad.

Dramaturgie

Bis zum 26.5. (fünf Tage vor Beginn des Forums) gab es keinen zusammenhängenden Vortragstext. Die Grundlage, auf der sich alles jetzt noch entwickeln würde, hatte sich in den Wochen davor herauskristallisiert: Staunen → Skepsis → Verstehen → Daten → Ambivalenz → informierter Umgang, und Agency als roter Faden. Auch wenn die drei Resolutionsthemen der Jugendlichen das zu vermittelnde Ziel waren, sollten nicht diese (KI & Arbeitsmarkt, KI & Desinformationen/Deepfakes, KI & digitale Selbstbestimmung), sondern meine persönliche Geschichte als Rückgrat für den Vortrag dienen.
Somit setzte sich die Struktur aus einem Einstieg, sechs Stationen und dem Schluss zusammen. Vortragsskript (deutsch). Was am 29.5. noch fehlte, hat Claude benannt: einen Satz, der *deine* Geschichte mit *ihrer* Lage verbindet. Denn was hat mein Berufseinstieg mit 13 Jugendlichen zu tun, die eine Resolution schreiben sollen? Die Antwort wurde der Schluss: Ich alleine kann wenig verändern, „die [Jugendlichen] aber sogar in einer Position sind, die wirklich was verändern kann, indem die ihr Wissen dann am Ende in den Forderungen präsentieren.

Schreibprozess

Der Plan für die zwei Tage vor dem Vortrag kam von Claude: Schlachtplan für die zwei Tage — bewusst so, dass du selbst denkst und schreibst, ich komme dazu, wenn du feststeckst. Am Morgen des 30.5. stand immerhin schon der erste Entwurf der Einleitung. Ab da lief es nach demselben Muster: Ich schrieb einen Teil des Vortrags, gab ihn an Claude und stellte Fragen dazu. Manche unpräzise, „Aber könntest du mir schon mal sagen, ob das in die richtige Richtung geht?“, manche konkreter, „Man könnte ja auch damit starten, dass man die Runde fragt, ob sie schon mal ChatGPT oder ähnliches benutzt hat […]“. Claude hat sich wirklich an die Arbeitsteilung gehalten, die ich vorgegeben hatte: Jetzt aber wichtig — schreib die Vorstellung und vor allem den Aufgeregt-Satz mit deinen eigenen Worten, nicht meinen. […] Wirf mir deinen Wurf hin, dann gehen wir feilen.
Geschrieben wurde so, wie es sich für mich ergab: Erst die Einleitung, dann der Schluss, dann der Teil direkt vor dem Schluss und zuletzt der Teil nach der Einleitung, der mir am schwersten fiel. Zwischendurch passierte der ein oder andere Unfall: In deinem Draft ist ein ganzer Absatz von *mir* mit reingerutscht […] Der muss raus — das ist meine Anleitung, nicht dein Vortrag.
Im Prozess habe ich, in weiser Voraussicht, markiert, welche Sätze ich komplett von Claude übernommen habe. Ich schrieb den Text (so wie diesen hier auch) in einem Markdown-Editor (in was auch sonst), also mit Hervorhebung: „Hier bekommt man das fertige Ergebnis ohne den Pfad. Der Unterschied also: Nur weil es plausibel klingt, ist es nicht dasselbe wie wahr und nicht dasselbe wie verstanden.“ Ironisch, dass es ausgerechnet diese Sätze sind, die ich übernommen habe. Die Markierungen sind im Skript im Anhang erhalten. Was nicht von Claude kommen konnte: Humor muss deiner sein, sonst zündet er nicht.
Nach gut drei Stunden Schreiben war die Luft raus. Bei Teil 4 des Vortrags stand ich von Anfang an auf dem Schlauch, auch weil die Vorgabe aus der Strukturierung („woraus diese Systeme laufen“) nichts hergab. Claude gab das zu, der Begriff war von mir schlecht gewählt — „woraus sie laufen" ist Nebel, sortierte den Abschnitt und verwies auf Material aus den Projektdokumenten. Die Lücken habe ich dann in zehn Minuten selbst gefüllt, weil das Material schon dein eigenes war.
Mit voranschreitender Zeit bin ich dann für den nächsten Abschnitt in die Falle getappt. Claude fragte: Willst du da direkt rein, oder vorher kurz sortieren […] Bei deinem Herzstück lohnt sich das Sortieren vielleicht — du entscheidest. Ich entschied mich fürs Sortieren. Claude hat keinen Satz des Vortrags geschrieben, aber die Dramaturgie für den Block stand damit, bevor ich den ersten Entwurf geschrieben hatte. Gute Entscheidung, scheinbar.
Um 19:38 Uhr stand der erste komplette Entwurf des Skripts. Die Abstände zwischen den Nachrichten wurden ab hier deutlich länger: Claudes (Opus 4.8 High) Vorschläge um 19:41 Uhr, meine nächste Nachricht um 20:45 Uhr. Eine Stunde, um nur Teile davon einzubauen und selbst umzuschreiben. Dann: Das ist ein fertiges Skript.

Übersetzung, Folien und der Morgen danach

Nachdem ein paar Kleinigkeiten im deutschen Skript angepasst waren, habe ich es mit DeepL ins Englische übersetzen lassen, bin selbst einmal komplett drüber gegangen und habe es dann noch an Claude gegeben, da „ich kein native Speaker für Englisch bin und mein Englisch jetzt auch nicht perfekt ist“. Zurück kam erst eine Liste, wo durch die Übersetzung Bedeutung verrutscht ist, und dann Phrasing-Upgrades, die natürlicher klingen: „changing *inexorably*" → „changing *relentlessly*" (einfacher fürs Ohr), „everything we put back in to the systems" → „everything we feed into them ourselves" oder "„never replacing *one's own* thinking" → „*my own* thinking" (du sprichst persönlich)." Übernommen habe ich davon nur „was ich ändern wollte“.
Als Nächstes wollte ich dann eigentlich die Folien bauen. Bis mir beim Durchsprechen auffiel, dass ich auf zehn Minuten kam, ausgemacht waren 25 bis 30. „Bevor ich schlafen gehe brauche ich von dir jetzt noch das Gefühl, dass wir das morgen noch ein bisschen gefüllt bekommen, damit ich immerhin in die Nähe der eigentlichen Zeit komme. Meinst du das geht?" Claude: Ja, das geht — und zwar gut. Na dann, gute Nacht. Die Folien habe ich in der Nacht noch fertig gemacht.
So, da ist er der Tag, der Tage. Es ist 7:03 Uhr (ich habe gut, aber wenig geschlafen) und ich muss um kurz nach 11 zum Zug nach Schwerin. Das heißt ich brauch jetzt jede Minute und weniger überlegen, sondern mehr direkte Vorschläge von dir, damit wir das in der Zeit alles schaffen.“ Hier habe ich, aus Zeitdruck und Müdigkeit, meine Mündigkeit für den Moment komplett abgeschrieben und mich darauf verlassen, dass die KI mich auf den letzten Metern über die Ziellinie schleift. Ausbauen wollte ich drei Stellen: Vannevar Bush etwas mehr, das Bildschirmvideo mit ChatGPT als Vorlesestelle ins Skript und „doch auch noch technischer ein bisschen ins Detail gehen, einfach damit die Begriffe dann gefallen sind, also maschinelles Lernen, Deep Learning und vielleicht noch den Unterschied von "normaler" KI zu generativer.Claude lieferte auch jetzt keine ausformulierten Textstellen, sondern Vorschläge für die jeweiligen Stellen auf Deutsch, die ich ausformuliert und übersetzt in das englische Skript geschrieben habe. Vortragsskript (englisch) Am Ende die Rechnung von Claude: von zehn Minuten auf **~19–20 Minuten gesprochen.** Plus die Reaktionen aus dem Raum, die du nicht steuern kannst, bist du bei 22–25. Das reicht. Dann ist ja alles gut.
Irgendwann hatte ich das Gefühl, das Kontextfenster sei voll, und wechselte den Chat. Auch dort konnte ich mich selbst nicht überzeugen, dass das Skript wirklich bis 30 Minuten trägt. Claude blieb dabei: 13 Minuten leise durchgesprochen ist ein gutes Zeichen, kein schlechtes. Denn Reiner Text ohne Pausen und Handzeichen ist die Untergrenze; alles, was du im Raum machst, kommt obendrauf. Wenn ich doch nur so einfach zu überzeugen gewesen wäre. Danach ging es noch an die Folien, den Rest habe ich im Zug nach Schwerin zusammengebaut.

Durchführung

Nach der Ankunft in Schwerin blieb gut eine Stunde. Frau Lück zeigte mir den Demmler-Saal, ich richtete die Technik ein, und mit etwas Verspätung (so ist das immer mit den Politiker:innen, meinte sie) wurden die Jugendlichen erst von einer Abgeordneten des Europaparlaments begrüßt, die ungefähr so alt ist wie ich, und dann von einer Abgeordneten des Landtags Mecklenburg-Vorpommern. Was sich mit meiner Aufregung nicht gut vertragen hat: Beide blieben für den Vortrag. Sabrina Repp (Mitglied des Europäischen Parlements) sogar bis zum Ende des Moderationsblocks, und hat mitgemacht.
Mein Gefühl direkt danach war nicht gut. Ich hatte den Eindruck, viel zu schnell durch gewesen zu sein, und wenn ich mich grob an den Timer auf dem Rechner erinnere, dann werde ich auch zu schnell geredet haben müssen. Frau Lück versicherte mir das Gegenteil: nicht zu schnell, alles verstanden. Ob die 13 leise durchgesprochenen Minuten am Ende wirklich 25 wurden, kann ich aber nicht sagen.

Ergebnis

Entstanden sind ein deutsches Skript als Grundlage und eine englische Vortragsfassung, beide vollständig im Anhang, inklusive der Markierungen, welche Sätze von Claude übernommen wurden, sowie die Präsentationsfolien → Folien.
Was der Vortrag am Ende leisten musste, hat er geleistet: Er endete mit den drei Resolutionsthemen als offenen Spannungsfeldern, und von dort ging es ohne Bruch in den Sonntagsblock über.

Moderationskonzept

Auftrag & Ausgangslage

Das Moderationskonzept musste vor allem eins leisten: Innerhalb von dreieinhalb Stunden, verteilt auf zwei Tage, mussten zu drei Oberthemen Forderungen erarbeitet sein, die die Jugendlichen am dritten Tag selbst vor dem Forum präsentieren. Und da muss ich ganz ehrlich sein: Ich hatte keine Ahnung, wie das funktionieren sollte. Ich hatte zwar schon mal etwas moderiert, aber Moderation war nie mein Fach, und für 13 politisch erfahrene Jugendliche aus drei Ländern ein Format zu entwickeln, das die Aufgabe trägt, das war in der Zeit nicht drin. Deshalb verließ ich mich in diesem Arbeitsschritt fast vollständig auf die Arbeit mit KI.
Mein erster Plan war eigentlich ein anderer. Vor dem ersten Call mit Frau Lück am 24.4. wollte ich ihr vorschlagen, dass sie die Moderation übernimmt und ich den inhaltlichen Input liefere, „weil ich das eher liefern kann". Claude warf in der Vorbereitung die Frage auf, ob nicht aus zwei AGs eine wird, und in die Richtung ging es dann auch. Im Call stellte sich heraus, was sich fast immer herausstellt: Ich hatte viel zu viel Respekt vor der Sache. Frau Lück war genauso ins kalte Wasser gestoßen worden, eigentlich zuständig für den Besucherdienst des Landtags, hatte Jugendgruppen begleitet, aber noch nie eine moderiert. Am Ende habe ich Moderation und Input komplett gemacht, sie das Organisatorische drumherum. Eine Arbeitsteilung, die im Nachhinein fair war, aber nicht die, mit der ich gestartet war.
Die Rahmendaten kamen tropfenweise. Am 3.5. stellte eine Mail von Herrn Strätker klar: pro Thema drei Sätze für die Resolution, 12 bis 14 Teilnehmende und ein zusätzlicher Programmpunkt mit Dr. Rosenthal aus der Stabsstelle Digitalisierung des Finanzministeriums, um den wir herumplanen mussten. Dazu die Absprache, dass Frau Lück und ich die Gruppe nicht aufteilen, sondern gemeinsam moderieren. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste und erst vor Ort erfahren sollte: Die Jugendlichen durften nichts erarbeiten, was der Resolution der „Erwachsenen“ widerspricht.

Research-Prompt & Empfehlung

Um für mich überhaupt einen vertrauenswürdigen Ausgangspunkt zu haben, ließ ich einen sogenannten Research-Prompt durch Claude laufen. Das hatte ich vorher noch nie gemacht, aber mir war scheinbar bewusst, dass es hier besonders auf den richtigen Prompt ankommt. So konnte ich mir zumindest halbwegs sicher sein, dass das Ergebnis besser sein würde als eine halbherzige Recherche von mir, ohne Ahnung vom Thema. (Alles dem Zeitdruck geschuldet, natürlich.) Den Prompt selbst erstellte ich am 21.4. in einem langen Gespräch mit Claude Research Prompt zum Finden eines möglichen Moderationskonzeptes, da ich davon ausging, dass die KI besser „weiß“, wie sie für sich einen Prompt schreibt, als ich.
Mitgegeben habe ich, dass ich ein Konzept wollte, das die Jugendlichen spannend finden, sie aber „[…] auch mal aus ihrer Blase heraushol[t]“. Wichtig war mir eine klare Empfehlung, keine Auswahl. Es ging mir explizit darum, den Prozess zu beschleunigen. Als Sprache wählte ich Englisch, damit „[…] kann ich mich gleich auf die Arbeitssprache während des Forums einstellen. […]“. Auch hier habe ich zum ersten Mal Agency als Richtung für das dritte, noch offene Thema vorgegeben. Dies ist sicherlich aus dem Vortrag von Amy Webb hängen geblieben.
Ich könnte mir vorstellen, dass sich das noch öfter zeigt und vielleicht das große Oberthema wird.
Claude hat dann noch aus dem Speicher des Projekts Dewey und Crouch in den Prompt geschrieben, weil das […] passt in eine konsistente intellektuelle Haltung […] für die drei Tage.
Am 22.4. habe ich den Prompt morgens vor der Arbeit mal eben laufen lassen. Claude schaute innerhalb von 19 Minuten und zehn Sekunden 751 Quellen durch und kam mit der Empfehlung zurück: Run your working group as a **scripted Liberating Structures string built around two synchronised parallel drafting sub-groups, closed by Systemisches Konsensieren on each draft resolution.** Abgespeichert und ab zur Arbeit.
Der Bericht trug den Titel „A parallel drafting sprint for two AI resolutions in three hours“ Bericht zur Gestaltung der Moderation Was er vorschlug, ganz grob: Liberating Structures36 sind eine Sammlung von Mikroformaten, jedes mit festem Ablauf und fester Zeit, die man als Moderator vom Zettel (oder vom Computer) abliest. Ein „String“ ist eine Kette davon. Der Bericht begründete die Wahl damit, dass diese Formate laut ihren Erfindern regardless of personal style, emotional intelligence, or charisma funktionieren. Die vorgeschlagene Kette: Impromptu Networking (Gespräche in Kleingruppen) zum Aufwärmen, dann Aufteilung in zwei Gruppen nach Thema, TRIZ (rückwärts denken: Wie erreichen wir das schlimmstmögliche Ergebnis?), 1-2-4-All (von allein über zu zweit und zu viert bis ins Plenum), gegenseitiges Vorlesen der Gruppen, Min Specs (was die Resolution mindestens sagen und nicht sagen darf), Systemisches Konsensieren (statt Mehrheit wird der Widerstand gegen jede Formulierung gemessen, die mit dem geringsten gewinnt) und zum Schluss W³: What? So what? Now what? Zwei Bausteine sollten dabei für die produktive Irritation sorgen, TRIZ und das Konsensieren, weil beide in typischen politisch angehauchten Moderationsrunden, die die Jugendlichen kennen, nicht vorkommen. Den Rest habe ich gegengelesen und für gut befunden.

Durcharbeiten & Überprüfen

Zwei Wochen später hatte mich die Arbeit mit der KI selbst überholt. Als am 3.5. die Mail von Herrn Strätker mit den Rahmendaten kam und ich mit Claude den nächsten Schritt planen wollte, musste ich erst mal fragen: „Und was war nochmal der LS-String? Ich bin noch nicht so firm mit diesem Fachvokabular, merke ich …“ Der LS-String (Liberating Structures) war das Ergebnis des Research-Prompts. Für Claude völlig klar, ich hatte ihn nach zwei Wochen schon wieder vergessen. Und das blieb erst mal so: Bei der Vorbereitung auf den Termin mit Maxi Berger am 10.5. fiel mir ein weiteres Mal auf, dass ich mich immer noch nicht in die Moderationsformate eingearbeitet hatte und das wirklich nachholen musste.
Wichtig war mir dabei, dass ich „morgen nicht mit einem Konzept kommen möchte, das ihr [Frau Lück] völlig vor den Kopf stößt, sondern lieber mir morgen ihre Ausarbeitung seit dem letzten Termin anhören möchte und dann schauen kann, wo ich vielleicht noch Dinge aus meinem Konzept unterbringen kann“. Mit einem Konzept anzukommen, von dem ich die Grundlagen nicht kenne, wäre auch nicht so schlau gewesen. Claude ging das Konzept also Baustein für Baustein mit mir durch, und parallel dazu habe ich auf liberatingstructures.com und der deutschen Seite liberatingstructures.de jeden Bestandteil selbst nachgelesen, um zu prüfen, ob mir nicht irgendein Quatsch erzählt wird. So sah eine Erklärung aus, hier für TRIZ: Was passiert: Du stellst der Gruppe eine einzige Frage, und die ist absichtlich verkehrt herum formuliert. Nicht „Was soll unsere Resolution erreichen?", sondern: „Was müssten wir tun, um das schlimmstmögliche Ergebnis zu garantieren?" […] Die Antworten sind oft gleichzeitig lustig und unangenehm ehrlich […] Danach wird umgedreht: Welche dieser Worst-Case-Zutaten gibt es in Ansätzen schon? […] Alles, was auf der Worst-Case-Liste steht, lässt sich umdrehen und wird zu einem „Shall not" oder „Must not" in den Forderungen. Vollständige Antwort Claude – TRIZ Baustein Moderationskonzept
Ein Satz darin ist mir direkt schlecht aufgestoßen: Der Name kommt ursprünglich aus der russischen Ingenieurswissenschaft, aber das ist für dich irrelevant — was zählt, ist die Mechanik.Das solltest du nicht sagen. Ich möchte ja hier auch etwas lernen und mich interessiert das schon, woher das alles kommt. Ich muss das ja nicht bis ins letzte Detail verstehen – dafür ist auch nicht die Zeit – aber ich möchte es soweit verstehen, wie es geht, also lass das entweder weg und ich frage selbst nach oder wenn du denkst, dass ich das nicht kenne, das nicht verstehen könnte, dann erkläre es auch bitte.
Am Ende des Abends war ich vom Konzept überzeugt: „Ich möchte das so machen. Ich finde die Strukturen so gut, dass ich ungerne davon etwas abgeben möchte. Das heißt wir müssen morgen wirklich mal schauen, was Frau Lück schon erarbeitet hat und wie gut wir ihr das Konzept hiervon aufbinden können. Klingt doof, aber vielleicht lässt sie sich ja auch drauf ein.“ Entschieden wurde an dem Abend auch, dass alle Schritte analog laufen sollten, mit Zetteln statt Bildschirm. Sonst würden die Jugendlichen im Prozess schon sehen, was die anderen erarbeiten, und einzelne Stationen würden nicht mehr funktionieren.
Frau Lück ließ sich drauf ein. Genauer: Sie hatte sich noch gar keine Gedanken zu einem Konzept gemacht, was mir sehr entgegenkam, weil ich mich am Tag vorher so schnell auf meins festgeschossen hatte. Sie würde sich die Methoden im Nachgang anschauen. Außerdem klärten sich im Termin am 11.5. Zeitplan und Ablauf der drei Tage: Der Sonntag kam offiziell als Einstieg dazu, und die Schifffahrt stand im Raum, die uns 30 Minuten vom Zeitplan nehmen, für die Jugendlichen aber deutlich schöner sein würde, auch weil dort viel mehr persönlicher Kontakt zu den Abgeordneten möglich wäre.

Anpassungen

Zwei Dinge hatten sich seit dem Research-Prompt geändert: Statt zwei kleiner Gruppen würde es eine große geben, und der Montag war mindestens eine halbe Stunde kürzer. Mein Plan am 15.5. war deshalb, den Research-Prompt einfach nochmal laufen zu lassen. Claude intervenierte: Was soll der neue Research-Prompt leisten, das der alte nicht mehr kann? Stattdessen gingen wir alle Bausteine Schritt für Schritt durch und passten das Konzept auf die neuen Gegebenheiten an. Rausgekommen ist ein Zeitplan, der komplett ohne Puffer aufging. Durch meinen Einwand, dass wir „die Pause früher machen“ und uns nach der inhaltlichen Struktur des Konzepts richten statt nach dem vorgeschlagenen Ablauf von Frau Lück, waren schwups 25 Minuten Puffer da. Eine Frage blieb aber bei mir hängen: Wo kommt eigentlich der Inhalt her, aus dem die Jugendlichen am Ende fundierte Forderungen stellen sollen? Der Sonntagsvortrag würde die Haltung liefern, aber nicht die Fakten zu den drei Themen. Damit hatte ich mir einen zweiten Impulsvortrag als Einstieg für den Montag eingebrockt und den Puffer auf zehn Minuten reduziert.
Am 18.5. lief der nächste Termin mit Frau Lück reibungslos, und im Termin mit Maxi Berger kamen zwei Empfehlungen: Alles auf Zettel und Stift, nicht während der Moderation noch auf den Computer wechseln. Und die Jugendlichen gleich zu Beginn darauf hinweisen, dass sie am Dienstag selbst präsentieren müssen.
Danach wurde nur noch nachjustiert. Am 26.5. passte Claude die Bausteine an, die nach den Verschiebungen im Zeitplan nicht mehr aufgingen. Am 29.5. kam in den letzten Vorbereitungen die Information, dass noch ein weiterer Vortrag dazwischen geschoben wird, der unseren Zeitplan nicht kaputt machte, ihn aber so straffte, dass es knapp wurde.
Claude schlug vor, den Themenimpuls von 15 auf 10 Minuten zu komprimieren, damit wir nicht nochmal ans Konzept mussten. Im Call bestätigte sich die Teilnehmerzahl von 13. Frau Lück äußerte etwas Sorge, ob wir in einer der Phasen die einzelnen Minuten gut getimed bekommen. Claude im Nachgang: eine Minute ist bei Liberating Structures Standard für diese Phase.
Den Ablauf habe ich in TaskCards gepflegt, als Karten pro Baustein, mit Zeit, Anleitung und Material → TaskCards. Beim letzten Anpassen der Karten kam aus einem älteren Dokument eine Halluzination zum Vorschein, oder eine zu gutmütige Formulierung von Claude: wo du schon geplant hattest, mit einzelnen Jugendlichen Folientexte zu finalisieren. Das hatte ich nie geplant. Aufgefallen ist es mir beim Kopieren in die Karten auch nicht.

Durchführung

Tag 1
In der letzten halben Stunde vor der Abreise nach Schwerin habe ich mir von Claude den genauen Ablauf für den Sonntagsblock und den Aufbau der Folien dazu bauen lassen, damit es nach meinem Vortrag überhaupt losgehen konnte. Zusammengebaut habe ich das im Zug. Der Block bestand aus Impromptu Networking37 und TRIZ38, mit einem klaren Ziel: Am Ende des ersten Tages sollte eine „Shall-not-Liste“ stehen, Forderungen, die komplett gegen einen arbeiten würden, quasi eine rote Linie. Dieses Schlimmstmögliche würde am zweiten Tag die gemeinsame Grundlage sein, von der aus die eigentlichen Forderungen entstehen.
Die Moderation lief stockend an. Nicht von meiner Seite, sondern weil die Gruppe sich untereinander noch nicht kannte. Und ich merkte, dass viele erst verdutzt waren, was es bringen sollte, schlechte Forderungen zu erarbeiten, und dass es ihnen auch nicht gefiel, sich von einem kaum Älteren, Fachfremden erklären zu lassen, wie sie zu arbeiten haben. Aber gut, mein Konzept, da mussten sie durch.

Die Nacht dazwischen
Am Abend, nach einem viel zu schicken Essen in der Orangerie des Schlosses, musste die Moderation für den Montag vorbereitet werden. Ehrlich gesagt hat hier eher Claude vorbereitet. Ich habe mich darauf verlassen, dass alles, was vorher im Projekt und in den „Erinnerungen“ von Claude gespeichert war, auch stimmt. Was ich am Ergebnis nachprüfen konnte und auch tat. Claude war dabei ein bisschen zu begeistert davon, dass der Vortrag hinter mir lag: Glückwunsch — das klingt nach einem guten Tag. […] Top, Glückwunsch nochmal — der schwerste Teil ist durch. Da muss irgendwas zwischen den Tool-Calls schiefgelaufen sein.
Inhaltlich ordnete Claude pro Resolutionsthema eins der „Shall-Nots“ vom Nachmittag zu und belegte diese mit Studien aus einer Websuche, die ich jeweils kurz gegengecheckt habe. So konnte ich am nächsten Morgen an das anknüpfen, was die Jugendlichen selbst erarbeitet hatten, statt etwas Belangloses zu zeigen. Dazu kam eine Vorgabe, die mir Herr Strätker irgendwann vor Ort gesteckt hatte: Wir sollten nichts erarbeiten, was der Resolution der „Erwachsenen“ widerspricht. Die Gefahr, laut Claude, ist deshalb nicht ein einzelner widersprüchlicher Satz, sondern der **Ton**: Wenn eure Forderungen als „KI bremsen/verbieten" klingen, beißt sich das mit dem Opportunitäts-Spirit der Großen, auch ohne dass eine konkrete Klausel kollidiert. Auf dieser Grundlage baute Claude die Folien für den Themenimpuls, die ich in InDesign eingepflegt und dabei nochmal gegengecheckt und überarbeitet habe. Mit den generierten Moderationsnotizen hatte ich beim Vortragen dann auch kein Problem, ich war sie beim Einpflegen einmal und am Morgen zur Vorbereitung ein zweites Mal durchgegangen, viel anzupassen war nicht mehr.

Tag 2
Nach dem Frühstück fehlte noch die Moderation für die zweite Hälfte des Tages. Dafür hatte ich mir im vorherigen Chat schon einen Prompt schreiben lassen, damit alles konzeptionell zusammenpasst. Claude: Das ist Fließbandarbeit, kein Neuerfinden. […] dein Tagesgerüst steht, die Methode steht, die Mirror-Vokabeln stehen. Wir füllen nur noch die Hülsen.
Das meiste davon habe ich dann nicht mal gebraucht. Das Dokument für die letzte Runde, in der die Forderungen zusammengetragen werden sollten, blieb ungenutzt, weil die Jugendlichen fast fertige Sätze produzierten und ich sie nur noch auf der digitalen Leinwand mitschreiben musste. Auch das geplante Mitschreiben in den Gruppenrunden fiel ins Wasser: In den Gruppen wurde so gut gearbeitet, dass ich nach der jeweils kurzen Anleitung gar nicht mehr gebraucht wurde. Nur das erste Zusammenkommen in der großen Runde machte Probleme, weil in der 1-2-4-All-Phase39 zusätzlich zum guten Inhalt immer noch mindestens eine persönliche Anekdote erzählt wurde. Politiker:innen eben, auch wenn sie noch so jung sind.
Stressig wurde es erst gegen Ende durch Druck von außen: Die Resolution sollte auf einmal schon vor der Schifffahrt abgegeben werden statt am Ende des Tages, und eine gute Diskussion um die einzelnen Forderungen musste dafür (meiner Meinung nach) teilweise zu harsch abgebrochen werden. Die englische Fassung wurde pünktlich fertig, die deutsche Übersetzung ging mit DeepL relativ flott, nur die polnische machte Probleme. Für eine Handvoll Wörter gab es mehrere Bedeutungen, und keine passte wirklich, die Übersetzer-Apps halfen auch nicht weiter. Die polnischen Jugendlichen arbeiteten noch auf dem Schiff daran. Wie sich herausstellte, wäre eine Abgabe bis zum frühen Morgen überhaupt kein Problem gewesen. Um 17:01 Uhr war es dann trotzdem geschafft und abgeschickt. Aus Spaß versuchte ich noch, mit Claude die Folien für die Präsentation der Jugendlichen bauen zu lassen. Das scheiterte komplett. Deshalb habe ich die Folien selbst gebaut.

Ergebnis

Am Dienstag präsentierten die Jugendlichen ihre Forderungen vor dem eigentlichen Forum, und ich musste nur noch dasitzen. Dennoch sehr aufregend! Sie haben das mit ihrer jungen politischen Erfahrung gemeistert wie die „Großen", und das Feedback war außerordentlich positiv. Die schönste Rückmeldung war, dass die Erwachsenen beeindruckt waren, wie viel man in so kurzer Zeit erarbeiten kann. Mit so einer Aussage hat sich der ganze Stress vorher dann doch gelohnt.
Entstanden sind ein Annex zur Resolution mit Forderungen zu den drei Oberthemen, in deutscher und polnischer Fassung → Resolution, das Moderationskonzept und die Folien für den Themenimpuls am Montag → Folien.

Website

Als Produkt ist eine Website entstanden https://diplom.jorgeschatz.de/, die diese Dokumentation und die Reflexion enthält, und die noch etwas anderes tut: Sie führt die These des Vortrags vor, statt sie nur zu behaupten. Es gibt auf ihr zwei Wege, die zu demselben Wissen führen. Der eine ist dieser Text: langsam, mit Widerstand, man muss lesen, verknüpfen, die Geschichte selbst zusammensetzen.
Der andere ist ein Chatbot, der dasselbe Wissen in dreißig Sekunden ausgibt. Beides kann sich gleichwertig anfühlen, ist es aber nicht. Und dazwischen gibt es noch einen dritten Weg, der ein bisschen dauert. Dazu unten mehr.
Dass ich hier, auf der Website, über die Website schreibe, ist die Meta-Ebene, die sich nicht vermeiden lässt.

Dokumentation/Reflexion

Der Hauptteil ist das, was gerade gelesen wird. Hier steht alles: das Projekt, die Begriffe, der Ablauf, die Begründungen, warum etwas so gestaltet wurde und am Ende die Reflexion darüber, ob man KI denn jetzt als Werkzeug nutzen sollte oder nicht. In diesem Teil geht es darum, sich das Wissen meiner Arbeit komplett selbst zu erarbeiten.
Was ich dafür tun kann, ist, alle Prozesse und Gedanken so darzulegen, dass man sich am Ende wirklich ein eigenes Bild machen kann. Was ich nicht tun kann, ist, das Lesen abzunehmen. Was sich abnehmen lässt, steckt in den Pop-ups: Skripte, Konzepte, Berichte und bei jeder Erwähnung von Claude das Modell, mit dem der jeweilige Chat lief, damit die Angabe nicht den Lesetext verstopft, aber jederzeit greifbar ist.
Gestaltet habe ich die Website in Paper, einer Mac-App, die funktioniert wie Figma, mit einem Unterschied: Der Canvas läuft komplett in HTML. Alles, was man darin baut, ist schon Code und lässt sich über einen MCP40 von KI-Agenten direkt auslesen. Genau deshalb habe ich das Programm gewählt. Ich gestalte und Claude Code (Opus 5 Extra) kümmert sich um die Entwicklerseite und baut die Website genauso nach, wie ich sie vorgebaut habe. Der Schritt, den ich hier bewusst auslasse, ist der eines Entwicklers. Natürlich hätte ich auch einen Website-Baukasten nehmen können oder meine rudimentären HTML-Kenntnisse. So gut kann ich das aber nicht, und die KI ermöglicht mir hier, nicht tausende Euro auszugeben, sondern die Umsetzung erst dann abzugeben, wenn alle gestalterischen Entscheidungen getroffen sind. Und die sind mein Bereich. Welche das waren, Schrift, Farbe, Aufbau, steht im Kapitel Gestaltung.
Die Domain liegt bei Strato und leitet auf ein Git-Repository weiter, in dem der Code der Website liegt. Gehostet wird über Cloudflare, beides in der kostenlosen Version. Mehr Infrastruktur braucht es nicht.

Chatbot

Um dem eigenen Wissenserwerb etwas gegenüberzustellen, habe ich das komplette Wissen meiner Arbeit komprimiert und in einen Chatbot gebaut. Man wird eingeladen, einfach mit dem Wissen der Arbeit zu chatten. Fragen werden direkt vorgeschlagen und nutzt man diese, antwortet der Bot aus zwei Quellen: einer Wissensbasis, die ich vorher definiert habe und dem kompletten Text dieser Arbeit. Die Wissensbasis ist ein einziges Dokument, in seiner Struktur mit Claude erstellt, inhaltlich komplett von mir befüllt. Es ist die destillierteste Version meines Diploms: eine Handvoll Fragen, zu jeder das Wissen in ein paar Sätzen.
Der Bot läuft mit Claude über die API von Anthropic, der Code dafür liegt im selben Repository wie die Website und läuft als Server bei Cloudflare. Einen Namen hat er nicht. Er soll auch nicht wie eine Figur wirken, sondern wie das, was man kennt: eine Oberfläche, die aussieht und sich anfühlt wie die Chatbots, die alle schon benutzt haben. Das ist keine Täuschung, sondern Voraussetzung. Die Abkürzung muss tatsächlich attraktiv sein, damit die Pointe der Website überhaupt zieht. Wie er gestaltet wurde, und warum ich hier anders vorgegangen bin als bei der Website, steht im Kapitel Gestaltung.

Unten auf der Seite steht ein Hinweis: „Der Chatbot arbeitet mit einem LLM und kann aufgrund der Wahrscheinlichkeitsberechnung Fehler machen. Bitte überprüfe Antworten zu wichtigen Themen. Alle Fragen und Antworten werden anonymisiert protokolliert und könnten ausgewertet werden.“ Das tun sie. Ich sehe nur Frage, Antwort, Uhrzeit und eine zufällig generierte User-ID. Damit bekomme ich für die Verteidigung einen Einblick, wie der Chatbot genutzt wird, wie er antwortet und wo die Grenzen liegen, sei es in der Technologie oder in der Wissensbasis, die hier zugrunde liegt.
Ausprobiert habe ich ihn bisher nur kurz. Er gibt meine eigenen Worte ziemlich gut wieder, und genau dabei hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Nicht, weil etwas falsch war, sondern weil es so einfach erschien, wie mein heruntergeschriebenes Wissen so klar und schlüssig zurückkam. Die eigentliche Gegenüberstellung: Die Antworten des Bots gegenüber meinem Text zur selben Frage, ist Teil der Verteidigung.

Der andere „Chatbot“

Dann gibt es noch den anderen Chatbot. Wer es geschafft hat, die Einleitung und die Begriffserklärungen zu lesen, bei dem taucht in der Ecke eine kleine, sich drehende Kugel mit meinem Gesicht auf. Klickt man darauf, öffnet sich eine E-Mail-artige Oberfläche, in der man aufgefordert wird, eine Frage zu stellen und abzuschicken. Natürlich soll das ein wenig den Eindruck erwecken, dass man hier mit einem richtigen Chatbot schreibt. Aber was hätte der in einem Teil zu suchen, in dem es ums eigene Denken geht? Ganz einfach: Man schreibt gar nicht mit einer KI. Die Antworten lassen deshalb so lange auf sich warten, weil das tatsächlich nur eine Oberfläche ist, die mir E-Mails schickt.
Ich bekomme also die Frage. Vielleicht arbeite ich gerade und kann nicht direkt antworten. Wenn ich die Zeit finde, muss ich erst mal nachdenken, gehe in mich, schaue nochmal etwas nach. Und wenn ich zufrieden bin, auch mit Blick auf die Zeit, denn ich will nicht jede Frage zerdenken (ich habe mir außerdem einen Tag für eine Antwort als Ziel gesetzt, damit der Prozess auch für mein Gegenüber weitergehen kann), dann schicke ich die Antwort zurück. Die Person wird per E-Mail benachrichtigt, mit Link zur Website und vielleicht einer Textstelle, die weiterhilft. Der zweite Weg zu mir läuft über den Text selbst: Markiert man auf der Website eine Stelle, ploppt ein kleines Fenster auf, dass man dazu etwas fragen kann, und die Frage landet mit der markierten Stelle bei mir. Was man auf diesem Weg bekommt, ist das, was der Chatbot nicht liefern kann: eine Antwort, bei der jemand erst nachdenken musste. Ein Ergebnis mit Pfad.

Gestaltung

Parlamentsforum

Gefragt war vom Auftraggeber eigentlich nur das Logo für das große Forum. Daraus ist mehr geworden: das Logo, die Visualität des Nachwuchsforums und daraus abgeleitet die Präsentationsfolien für Vortrag und Moderation. Die Kommunikation lief dabei nicht immer gut, und das lag nicht nur an einer Seite. Eine Folge davon: Es gab lange nur eine deutsche Version des Logos, obwohl eine polnische von Anfang an sinnvoll gewesen wäre.

Das Logo entstand sehr nah an den Wünschen des Auftraggebers. Zu Beginn hatte ich freie Hand. Neben den Kreisen gab es zwei weitere Entwürfe: die Variante mit den farbigen Flächen, die später das Nachwuchsforum bekommen hat, damals noch in entspannteren Farben, und abstrahierte Menschen, die sich im Kreis halten. Nach dem ersten Feedback wurde aber schnell klar, dass es von Anfang an klare Vorstellungen gab: Das Logo sollte Bezug zu den sechs teilnehmenden Parlamenten aus Deutschland und Polen haben und eigentlich auch zur Ostsee. Ich entschied mich für sechs ineinander verschlungene Kreise. Die Begründung für den Auftraggeber: Ein Kreis ist für sich schon eine geschlossene, runde Form, und indem sie sich gegenseitig durchdringen, entsteht ein Geflecht, das für die Verbundenheit und das gemeinsame Ziel steht. Die Ostsee blieb außen vor. Man hätte sie in die Übergänge zwischen den Kreisen einbauen können, die Bögen sind ja fast schon Wellen, aber irgendwann ist es auch zu viel. Im Titel des Forums ist sie ohnehin präsent.

Die typografische Ebene arbeitet mit Elementen aus der Programmierung, passend zum Thema Künstliche Intelligenz: eckige Klammern um die Region, ein » vor dem Veranstaltungsort, ein + vor dem Thema. Die 22 steht als römische Zahl, in Anlehnung an die Logos der Foren davor. Die Schrift ist die „Redaction“, eine moderne Serifenschrift, die für mich die Verbindung von Technik und Text gut vermitteln konnte. Sie wird in mehreren Stufen der Verpixelung ausgeliefert, zum Einsatz kam es dann nie, jedenfalls nicht in der Schrift. Die Farben waren vorgegeben, es sind die des Landtags Mecklenburg-Vorpommern: Gold und ein dunkles Grau.
Während der Veranstaltung habe ich den Titel dann doch noch mit Hilfe der polnischen Jugendlichen übersetzt, damit bei ihrem Auftritt vor den Parlamentarier:innen ein gleichwertiges Logo zu sehen war.

Keyvisual

Was dafür verpixelt wurde, war das Schloss. Zusätzlich zum Logo habe ich eine Grafik des Schweriner Schlosses geliefert, aufgelöst in ein grobes Raster aus blauen Pixeln. Das Motiv wurde zum Keyvisual des Forums, auf Broschüren, dem Programmheft und Namensschildern, etc. Hier ist die Verbindung von Ort und Computer augenscheinlich.

Präsentation

Für das Nachwuchsforum und die Folien, die ich während Vortrag und Moderation gezeigt habe, konnte ich frei wählen. Ich griff auf den Entwurf zurück, der es beim Logo nicht geworden war: Farbflächen hinter der Schrift, die schräg angeschnitten sind und an einer Ecke rund auslaufen. Die Farben sind kräftiger als in der ursprünglichen Variante: ein helles Grün, ein helles Blau und ein Rot für die Schrift. Ich wollte eine moderne Gestaltung, die die Jugendlichen anspricht, ohne zu versucht cool zu wirken, und die trotzdem erkennbar zum Logo gehört. Deshalb bleibt die Schrift dieselbe. Die römische Zahl und der Ort laufen ebenfalls mit.

Website

Für die Website habe ich mich bewusst für eine papierähnliche Anmutung entschieden: ein warmer Hintergrund, eine Serifenschrift, eine schmale Textspalte mit viel Luft drumherum. Zusammen soll das an die Idealvorstellung eines Textes erinnern.
Die Website mit einer kleinen Animation. Der Titel schreibt sich wie von selbst auf die Seite, inklusive zweier Tippfehler: einer in „Intelligenz“, als kleiner Witz, und einer in „Mündigkeit“, weil der tatsächlich auf der allerersten Fassung der Seite stand. Ich hatte mich verschrieben und fand, dass das dem Ganzen ein menschengemachtes Gefühl gibt, was es ja zum größten Teil auch ist. Am Ende der Animation steht der Titel erst als Aussage da, mit Punkt. Der Cursor blinkt kurz, löscht den Punkt, blinkt noch ein wenig länger und schreibt ein Fragezeichen. Erst dann steht der eigentliche Titel. Das soll das eigene Nachdenken andeuten, das in den kompletten Prozess der Arbeit eingeflossen ist. Nicht alles ist von Hand gemacht, aber über alles wurde einmal nachgedacht.

Zwei Details, die auffallen sollen, ohne zu stören. Erstens die kleinen Pop-ups, wann immer ich von Claude schreibe. Dort steht, welches Modell verwendet wurde, damit ich genauer dokumentieren konnte, welches Modell mir wo geholfen hat, ohne den Lesefluss mit langen Modellbezeichnungen zu unterbrechen. Für die Darstellung wollte ich auf die Animation zurückgreifen, die Claude Code selbst zeigt, wenn es im Prozess ist. Im Designprozess fand ich einen Artikel41, in dem jemand genau diese Animation schon „reverse engineered" hatte, und bediente mich einfach dort. Zweitens die Animation beim Springen zwischen Text und Fußnoten. Durch den Weg, das Beschleunigen und das Abbremsen bekommen die Lesenden eine Anmutung davon, wie viel das Dokument sonst noch zu bieten hat und welchen Weg sie noch vor sich haben.

Farben

Es gibt zwei Farben, „paper“ (#FFFDFB) und „terminal“ (#292E3B), und beide erfüllen ihren ganz eigenen Zweck. „paper“ ist ein leicht gelbstichiges Off-White. Es soll an natürliches Papier erinnern und das grelle Weiß des Monitors in einen etwas wärmeren, gemütlicheren Ton wandeln, der zum Lesen einlädt. Hin und wieder tauchen Zitate oder Dokumente direkt aus der KI auf, und die sind in „terminal“ hervorgehoben. Die Farbe entspricht der Hintergrundfarbe des macOS-Terminals, der ursprünglichen Steuerzentrale des Computers und heute wieder eins der wichtigen Ausgangspunkte für die Arbeit mit KI-Agenten wie Claude Code oder Codex. Um keine komplizierte Palette aufzumachen, ist der Text jeweils immer in der anderen Farbe gesetzt. Passt auch, weil irgendwie alles aufeinander aufbaut und ohne das andere nicht existieren kann. Als einzige dritte Farbe gibt es „text-marker" (#FFE69E). Sie taucht nur auf, wenn man zwischen Fußnoten und Quellen hin- und herspringt, um schnell die Quelle zu finden, die man sucht, oder die Textstelle wiederzufinden, von der man kommt. So, als würde man den Text auf Papier lesen und sich die Stellen selbst markieren. Um den Lesefluss nicht zu stören, verschwindet der Marker nach kurzer Zeit wieder.

Schriften

Die Hauptschrift ist die „Newsreader“. Auch wenn serifenlose Schriften mittlerweile als lesefreundlicher gelten42, habe ich mich bewusst für Serifen entschieden. Um einen Kontrast zur Computerwelt zu schaffen, in der sich auch KI bewegt, war mir eine klassische Lesetextschrift wichtig. Die Newsreader ist außerdem „designed for on-screen, longer-form reading“43, und genau darum geht es in der Arbeit. Für Claudes Antworten innerhalb der Dokumentation habe ich „SF Mono“ gewählt, die Standardschrift des Terminals auf dem Mac. Damit ist auf einen Blick klar: Das hier kommt nicht von mir, sondern vom Computer.

Chatbot

Beim Chatbot stand vor der Gestaltung eine konzeptionelle Frage: Wäre es nicht konsequent, wenn Claude, also die sogenannte KI, den Chatbot gleich selbst gestaltet? Dann käme nicht nur der generierte Inhalt von der KI, sondern auch die Oberfläche. Darüber bin ich mit Claude Code (Opus 5 Extra) in eine fast philosophische Auseinandersetzung geraten – wie denn eine Datenabfrage von einem Computer, die von einem „Computer“ gestaltet wurde – mit dem Ergebnis, dass ich doch eingegriffen habe. Ich möchte in dieser Arbeit unterschiedliche Arten zeigen, wie man mit KI gestalten kann, und nicht, wie man unmündig einfach etwas hingestaltet bekommt. Der Ansatz war trotzdem ein anderer als bei der Website: Statt fertig gebauter Screens und direkter Anweisungen habe ich mit Moodboards gearbeitet und Claude Code (Opus 5 Extra) daraus die Oberfläche entwickeln lassen.

Das Ergebnis funktioniert, aber für detailverliebte Augen ist trotzdem klar, dass es für Gestalter:innen noch nicht zu Ende ist: Wobei ich hätte wahrscheinlich auch einfach mehr Geld ausgeben müssen. Im Verhältnis dazu, wie viele Tokens hier verbrannt wurden und welche Gestaltung dabei herausgekommen ist, überlege ich mir für den nächsten Prozess nochmal genau, ob ich nicht so vorgehen möchte wie bei der Website. Doch selbst bauen, doch schon vorher die Gestaltungsentscheidungen treffen, damit man nicht hintenrum alles aufräumen muss. Vermutlich hätte ich mich damit einfach noch mehr auseinandersetzen müssen, andere Programme, mehr Skills. Aber so wie Claude Code (Opus 5 Extra) es selbst gesagt hat: es ist eine Annäherung an einen Mittelwert.

Einordnung

Was passiert eigentlich mit dem eigenen Denkprozess, wenn man KI nutzt? Was genau verändert sich? Es ist auf keinen Fall einfach nur gut oder nur schlecht. KI kann sicherlich helfen, KI hat sicherlich Probleme. Aber was davon habe ich in meinem eigenen Prozess gemerkt?

Anthropomorphisierung

Angefangen hat das schon 1966. Der Informatiker und Gesellschaftskritiker Joseph Weizenbaum wollte mit seinem Programm ELIZA herausfinden, ob sich allein durch die Manipulation von Textmustern und auf Grundlage von Schlüsselwörtern, eingegeben von Menschen, eine Illusion von Intelligenz erzeugen lässt, obwohl das Computerprogramm nichts versteht.44 Trotz der Einfachheit des Programms beschrieben seine Mitarbeitenden die Gespräche mit ELIZA als intim. Manche erschlichen sich sogar mehr Zeit am Rechner, um mehr schreiben zu können. Scheinbar projiziert man das eigene Verhalten auf den Computer, die Maschine wird also anthropomorphisiert. Oder auch der ELIZA-Effekt genannt.45 Heute reden Menschen mehr mit Chatbots als mit Menschen.46

Was am ELIZA-Effekt spannend ist: Man arbeitet gerne mit KI, man spricht gerne mit ihr. Es hat etwas von Magie, wenn das eigene Verhalten nachgeahmt wird, wenn direkt und persönlich auf einen eingegangen wird. Das können, machen oder wollen nicht viele menschliche Gesprächspartner. Dazu kommt, dass die Maschine so gestaltet ist, dass sie einem das Gefühl gibt, sich öffnen zu können. Die Maschine selbst kann man nicht verletzen und es kommen keine ablehnenden Reaktionen zurück. Bei Menschen weiß man nie, wie sie reagieren und die Gefahr besteht, verurteilt zu werden. Bei einem Chatbot nicht. Dass die persönlichen Daten dann vermutlich für Werbezwecke genutzt werden,47 ist eine Bedrohung, die zu abstrakt ist, um sie im Moment der Nutzung abzuwägen.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen ELIZA und Claude. ELIZA antwortete regelbasiert auf Stichwörter, umging Fragen, die sie nicht beantworten konnte. Claude ist ein großes Sprachmodell, das in einem regelbasierten Gerüst läuft, mit Systemprompts, Werkzeugen und Schleifen („Loops“). Ein ehemaliger Sicherheitsforscher von OpenAI schreibt, „just predicting the next word“ sei für heutige Systeme nicht mehr zutreffend, sie seien eher „path-finders“.48 Für den Effekt spielt das keine Rolle. Beide Systeme sollen menschliche Intelligenz nachahmen, und beide werden als Gegenüber erlebt, obwohl sie weder denken noch fühlen, sondern das Verhalten spiegeln und nachahmen.49

Ob man das als Intelligenz gelten lassen kann, wenn die Nachahmung gut genug ist, um nicht mehr vom Original unterscheidbar zu sein, ist eine Frage, die ich stellen, aber nicht beantworten kann. Sollte es überhaupt „es“ heißen? Oder reicht selbst das nicht? Aber aktuell bleibt „künstliche Intelligenz“ weiterhin ein Begriff fürs Marketing.

Sicherheit

Mit bestimmten Aufgaben, mit einer bestimmten Arbeit, ist man manchmal einfach nur allein mit seinen Gedanken. Wenn es dann doch noch „jemanden“ gibt, der drüberschauen kann, der einem zustimmt und das mit scheinbar vernünftigen Argumenten belegt, dann kann das hilfreich sein und gibt in dem Moment ein Gefühl von Sicherheit. Immer wieder im Prozess tauchte beispielsweise Gute Entscheidung und Glückwunsch — das klingt nach einem guten Tag. auf.

Wenn man unmündig erzogen wird, gibt einem das auch Sicherheit, weil man einfach nichts falsch machen kann, wenn man immer das macht, was andere einem sagen. Der Einsatz von KI gibt noch mehr Sicherheit, weil man das Gefühl vermittelt bekommt, dass das, was man mit der KI gemacht hat, richtiger oder besser ist als das, was man allein gemacht hätte. „Es ist so bequem, unmündig zu sein.“50

Ich habe schon versucht, das Problem per Anweisung zu lösen, bevor ich mit meinem Diplom angefangen habe. Meine Nutzereinstellung für Claude beginnt mit: „Ich möchte nicht, dass du mir immer nur zustimmst. Du darfst auch widersprechen, musst es natürlich aber nicht.“ Es funktioniert schon. Die Antworten sind anders und teils ärgere ich mich darüber, dass ich mit der KI diskutieren muss, wenn ich mich in dem Moment nur nach einer einfachen Antwort sehne.

Agency & KI

Ich glaube, KI hat das Potenzial wirklich zu helfen und alles zu zerstören. Es kommt einfach sehr darauf an, wie man sich damit auseinandersetzt. Worin liegt der Unterschied, wenn ich blind einem Text von irgendeinem Substack folge oder einem Text einer KI? Natürlich gibt es einen Unterschied. Aber wo ist er für mich als Leser in dem Moment, in dem ich den Text lese und es mich nicht interessiert, woher er kommt? Klar sollte mich das interessieren. Aber nur in diesem kleinen Moment? Die Frage darf also nicht sein, was der Unterschied zwischen dem KI-Text und dem menschengeschriebenen Text ist. Die Frage muss sein: Gibt es einen Unterschied in meinem Kopf beim Lesen dieser beiden Texte?

Bei Kant ist Unmündigkeit das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Der Gängelwagen (im 18. Jahrhundert eine hölzerne Lauflernhilfe für Kleinkinder), den auch Kant als Beispiel nennt, ist also nicht der Text, sondern das blinde Folgen. KI ist der Gängelwagen. Und auch nicht. Wenn es wirklich nur das blinde Folgen ist, was das Problem ist, dann kommt es darauf an, wie ich mit KI umgehe. Dann kann ich das selbst entscheiden. Das ist Agency: dass man sich entscheiden kann, seinen Verstand zu benutzen oder nicht. Diese Entscheidung ist ein Handlungsspielraum, den man hat und den man (zu einem gewissen Teil) selbst beeinflusst. Ich glaube, das ist für jeden individuell. Und wie im Vortrag bereits gesagt: Mündig sein kostet Zeit, und Zeit haben nicht alle gleich.

Es scheint in der breiten Bevölkerung kein richtiges Verständnis dafür zu geben, was der Begriff künstliche Intelligenz bedeutet und was nicht, also wie KI funktioniert. Das ist eine Vermutung, die ich anhand persönlicher Gespräche aufgestellt habe. Vielleicht kann KI tatsächlich etwas sein, das uns herausfordert, mündig zu sein, eben weil man es nicht versteht, aber verstehen lernen muss. Wahrscheinlich ist das zu optimistisch, und vielen Menschen wird das egal sein. Sie nutzen einfach, ohne zu verstehen. Mir war das nie egal. Mich hat schon immer interessiert, wie Dinge funktionieren. Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich verstehe komplett, wie KI funktioniert. Deswegen setze ich mich damit auseinander, vor allem mit der Perspektive, was das mit mir macht, einfach weil ich mich selbst am meisten betreffe.

Kann KI ein Werkzeug zum Denken sein?

Reflexion

Zwei Fragen habe ich mir für diesen Teil gestellt: Ging beim Lernprozess etwas verloren und wenn ja, was? Und kam etwas dazu und wenn ja, was?

Was verloren ging

Das beim Lernprozess tatsächlich etwas verloren ging, merkte ich vor allem an der Arbeit am Moderationskonzept. Der Research-Prompt hat das Konzept einfach ausgespuckt, und ich habe in den Wochen danach immer wieder gemerkt, dass ich es mir nicht merken konnte. Zwei Wochen nach dem Bericht musste ich Claude erneut fragen, was der LS-String (siehe Moderationskonzept) eigentlich war.
Was sich ganz anders anfühlt, ist das Gefühl, wenn man etwas selbst schreibt. Dieses Verknüpfen von Dingen, die Äußerung eigener Gedanken, das ist etwas ganz Besonderes.
Beim Schreiben dieser Arbeit ist mir aufgefallen, dass der Prozess des Schreibens dem Schreibprozess mit generativer KI ähnelt, sich aber ganz anders anfühlt. Diesmal bin ich es selbst, der die Gedanken sortiert, einordnet und zusammenhängend niederschreibt. Ich durchlaufe nun genau den Prozess, den ich beim Schreiben des Vortrags und bei der Erstellung des Moderationskonzepts teilweise übersprungen habe.
Normalerweise bemerke ich die Verluste im Prozess selbst: Natürlich steht am Ende ein Produkt, aber später wenn ich darüber sprechen oder es weiter bearbeiten soll, dann ist der Weg dahin, die Geschichte, der Prozess weg.
Das erlebe ich auch auf der Arbeit. Ich entwickle eine Idee mit KI und soll diese dann irgendwann vorstellen. Bis zur Vorstellung habe ich immer Teile der Idee, des Konzepts übersehen, weil ich nicht im kompletten Prozess präsent war, sondern Teile der Ideenfindung übersprungen habe. Beispielsweise war mir eine Halluzination von Claude beim Kopieren in die TaskCards nicht aufgefallen, genauso wie ein Absatz einer Antwort, die nicht zum Inhalt des Vortrags gehörte, die ich aus Versehen mit hinein kopierte.
Noch ein drittes Beispiel: Am 29.5. hat Claude mir zu jedem Abschnitt des Vortrags zwei Sätze herausgeschrieben, die angeblich ich selbst formuliert hatte, was für mich aber nicht mehr nachprüfbar ist, da die von Claude zitierten Dokumente größtenteils von Claude selbst geschrieben wurden, dies allerdings auf der Grundlage von meinen Eingaben.
Und trotzdem: Als ich für diese Dokumentation alle Chats noch einmal durchgearbeitet habe, war es nicht so, als hätte ich nichts davon behalten. Ein bisschen was habe ich doch gelernt.

Was dazukam

Ganz viel. Ohne die Nutzung von sog. KI hätte ich diese Arbeit nicht umsetzen können, den Vortrag und die Moderation nicht halten können. Das Parlamentsforum hat mir die Erfahrung ermöglicht, in politische Kreise hineinzuschnuppern und direkt an einem demokratischen Prozess teilzunehmen. Ich hätte nicht diese Website bauen, keinen Chatbot integrieren und all die Animationen nicht umsetzen können, in diesem festgesetzten Zeitrahmen. Klar, mit mehr Zeit wäre das alles gegangen.
Vielleicht ist KI für mich einfach ein Werkzeug. Vielleicht lerne ich damit nicht so viel, sondern nutze es einfach als Tool. Ich habe sicherlich mit KI mehr über Dinge nachgedacht, weil auch mal kritische Fragen kommen, aber das ist schwer festzumachen. Was ich weiß und ohne KI nicht wüsste: ganz viel über KI. Und ich habe das Gefühl, dass ich ein bisschen mehr gelernt habe, mich zu äußern, meine Gedanken zu formulieren. Das kann aber auch heißen, dass ich gelernt habe, so zu schreiben, wie die KI es braucht.

Der Unterschied im Kopf

Gibt es einen Unterschied in meinem Kopf, wenn ich einen Text von der KI lese und einen von einem Menschen? Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Bei Texten von schlechter KI oder schlechten Nutzer:innen ist es leicht zu erkennen. Aber ich habe das Gefühl, dass es oft einfach Mustererkennung ist. Man hat selbst schon einmal etwas geschrieben oder generieren lassen, vergleicht das mit dem, was man sieht, und erkennt bestimmte Merkmale immer wieder. Echte Texte haben vom Gefühl her immer ein Ziel, und sie vermitteln Gefühle. Aber wirklich differenziert auseinanderhalten kann ich es wohl nicht. Und das Gefühl ist kein sicheres Merkmal mehr. Beim Durcharbeiten der Chats bin ich auf Claudes Überlegungen gestoßen, bevor es mir antwortet, die Chain-of-Thought. Dort stand, wie meine Tonalität zu treffen sei: direct and peer-level, with a disarming warmth. Das Gefühl wird also auch nachgeahmt, und zwar gezielt.
Dazu passt eine Beobachtung, die ich an mir und an anderen gemacht habe: Es fällt schwer, andere Leute über die eigenen Chatverläufe lesen zu lassen. Wieso kann man mit einem Chatbot etwas so ungefiltert teilen, dass man es anderen nicht mehr zeigen möchte? Ist es einfach wie mit Personen? Ist man dem Chatbot gegenüber ein anderer Teil von sich selbst, weil diese Verbindung schon so sehr vermenschlicht wurde? Ich habe darauf keine Antwort, aber die Frage sagt schon etwas darüber, wie nah das Ding einem gekommen ist.

Ein Werkzeug zum Denken?

Ich glaube KI kann ein Werkzeug sein. Aber man muss sehr vorsichtig sein. Wenn man sich bewusst ist, wie die Systeme funktionieren, welche Firmen dahinterstehen und welche Ziele sie verfolgen, gesellschaftlich, politisch und kapitalistisch, wenn man sich kritisch damit auseinandersetzt und immer zuerst selbst denkt, dann kann KI ein Werkzeug zum Denken sein.
Ich sage das, obwohl ich selbst daran gescheitert bin. Ich hatte mir vorgenommen einmal im Monat in der Agentur zu reflektieren, was ich diesen Monat gelernt habe und was ich an die KI abgegeben habe. Bis heute habe ich das nie gemacht. Und am 31.5. um 7:03 Uhr (am Morgen vor dem Vortrag) stand in meinem Prompt: „weniger überlegen, sondern mehr direkte Vorschläge von [Claude]“. Was ich stattdessen gelernt habe ist eine Reihenfolge: allein beginnen, die Gedanken sortieren, am besten schon ausformulieren, und erst dann zur KI gehen. Erst ohne, dann mit, dann wieder ohne. So ist auch diese Reflexion entstanden.

Handlungsspielraum

Ich glaube, dass ich jetzt meinen Handlungsspielraum eher außerhalb der KI als größer ansehe, als vorher. Ich kann und ich will lernen, und ich kann Dinge umsetzen. Besonders beim Umsetzen hilft mir die KI. Und ich glaube, ich weiß jetzt besser, wie ich mir diesen Handlungsspielraum einfordern kann und, dass ich ihn einfordern muss. Ich habe die Möglichkeit, das zu entscheiden und die KI so zu nutzen, wie ich es möchte. Manchmal mehr, manchmal weniger und weniger wäre fast immer die bessere Wahl. Denn selbst zu denken macht mir Spaß. Ich sollte einfach nicht so faul sein (das bin ich nämlich manchmal) und einfach machen. Aber Unmündigkeit ist so einfach, und in dieser immer komplizierteren Welt eine schöne Möglichkeit abzuschalten. Dass es mir besser geht, wenn ich selbst denke, ist klar. An Reibung, an Herausforderungen, an schweren Dingen wächst man erst und wird mehr man selbst.

Grenzen der Arbeit

Mir ist bewusst, dass ich Begriffe wie Longtermismus, Transhumanismus, Faschismus und auch den Intelligenzbegriff außen vor lasse, besonders in Hinblick auf die gesellschaftlichen und ethischen Probleme in Zusammenhang mit sogenannter generativer KI und deren politischen Einfluss. Im Nachhinein bin ich mir unsicher, ob das eine gute Entscheidung war, aber so konnte ich den Fokus auf den eigenen Prozess, den Handlungsspielraum und die Mündigkeit legen.
Auch glaube ich, dass man der Arbeit ansieht, dass an gewissen Stellen der „Mental Load“ eines neuen Jobs, des ersten richtigen Jobs nach dem Studium, einfach zu viel war. Ich habe das einfach komplett überschätzt. Ich habe immer nur die verfügbare Zeit gesehen und dachte mir: „Gar kein Problem.“ Aber da lag ich meilenweit daneben.

Fazit

Was

Was habe ich denn alles gemacht? Für das Parlamentsforum Südliche Ostsee habe ich einen Vortrag und ein Moderationskonzept mithilfe von sogenannter generativer KI entwickelt. Während des Nachwuchsforums mit 13 Jugendlichen, habe ich die Grundlage für sie gelegt, zu drei Themen (KI & Arbeitsmarkt, KI & Desinformation, KI & digitale Selbstbestimmung) Resolutionspunkte über den politischen Umgang mit KI auszuarbeiten.
Ich habe all das nachträglich selbst dokumentiert, bin jeden Chat durchgegangen, jedes Transkript und habe mir alles Wichtige notiert, selbst noch einmal erarbeitet und meine dazu Gedanken geäußert und niedergeschrieben.
Um den gesamten Prozess für meine Diplomarbeit aufzubereiten und darzustellen, habe ich eine Website inklusive Chatbot, in der man sich das Wissen über den Text selbst beibringen oder abfragen kann.

Diesen kompletten Prozess, das Arbeiten mit sogenannter generativer künstlicher Intelligenz, habe ich versucht einzuordnen und zu reflektieren. Wie ist es, mit KI zu arbeiten? Was für einen Handlungsspielraum hat man? Und wie kann man diesen nutzen?
Mit KI zu arbeiten, ist Fluch und Segen zugleich. Es ermöglicht einem, in kürzester Zeit viel mehr zu schaffen, als man überhaupt schaffen könnte und in Bereiche einzutauchen, die vorher für einen unerreichbar gewesen wären. Den Handlungsspielraum, den man dabei hat, muss man sich erkämpfen. KI neigt dazu, einem vieles oder zu viel abzunehmen, einen einzulullen und es einem besonders bequem zu machen. Aber genau das will man eigentlich nicht.
Meinen persönlichen Handlungsspielraum kann ich dazu nutzen, zu entscheiden, wie ich mit Werkzeugen arbeiten möchte und dass ich KI als Werkzeug sehe. Aber so wie sich die Technologie weiter entwickelt, muss ich mich daran erinnern, dies auch zu tun. Ich muss bewusst entscheiden, vorher selbst nachzudenken und erst mit meinen sortierten und niedergeschriebenen Gedanken an die KI heranzutreten, um dann auf dieser Basis weiterzudenken und weiterzuarbeiten.
Außerdem habe ich gelernt, wie ich ein Fazit nach dem W3-Konzept aus den Liberating Structures schreibe.51

Was bringt das

Und was bringt das jetzt? Wirklich eine gute Frage. Diesen ganzen Prozess zu durchlaufen, hilft mir auf jeden Fall auf meinem Weg zur Mündigkeit. Ich habe für mich herausgefunden, wie ich handeln kann, wie ich handeln muss, was ich lernen will und wie ich lernen will. Eigentlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich weniger generative KI nutzen möchte. Zu Beginn der Arbeit hatte ich noch eine ganz andere Einstellung gegenüber generativer KI. Ich sah mehr das Potenzial darin, mir nervige Aufgaben abzunehmen, mir Dinge zu erleichtern, es mir einfacher zu machen. Jetzt sehe ich eher den Vorteil darin Dinge ausprobieren zu wollen, selber weiter wachsen zu können, es „schwer“ zu haben.

Und was jetzt

Ich werde weiterhin beobachten, wie und ob uns künstliche Intelligenz umbringen wird, welche Entwicklung und welche weiteren Herausforderungen das Gehirn einer männlichen Fruchtfliege meistern wird. Und ich werde versuchen, regelmäßig Abstand zu nehmen, mich weniger auf KI zu verlassen. Vielleicht einfach einmal ein Wochenende ohne KI, eine Arbeitswoche ohne KI und schauen, wo bringt das Veränderungen? Wenn ich es mir aussuchen könnte, dann würde ich sagen, KI einfach wieder abschalten. Kann ich aber nicht. Also kann ich wenigstens lernen, damit klarzukommen.

Ehrenwörtliche Erklärung

Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt habe.
Die Stellen der Arbeit, die anderen Quellen im Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen wurden, sind durch Angaben der Herkunft kenntlich gemacht. Dies gilt auch für Zeichnungen, Skizzen, bildliche Darstellungen sowie für Quellen aus dem Internet.
Sofern generative KI-Tools als Hilfsmittel bei der Erstellung der Arbeit eingesetzt wurden, habe ich je verwendetem KI-Tool mindestens Modell und Version, Datum und Verwendungszweck, sowie die betroffenen Textstellen und/oder Dateien nachvollziehbar und prüfbar in der Anlage „KI-Verzeichnis“ dargelegt.
Ich erkläre ferner, dass ich die vorliegende Arbeit in keinem anderen Prüfungsverfahren als Prüfungsarbeit eingereicht habe oder einreichen werde.
Die eingereichte schriftliche Arbeit entspricht der elektronischen Fassung. Ich stimme zu, dass eine elektronische Kopie gefertigt und gespeichert werden darf. Die Speicherung dient auch einer softwaregestützten Überprüfung (z. B. mittels Anti-Plagiatssoftware).

Kiel, 11.9.26

KI-Verzeichnis

Die KI-Hinweise für die Erstellung des Vortrags, Moderationskonzepts und der Dokumentation finden sich an den jeweiligen Stellen hier im Text. Dort sind die unterschiedlichen Arbeitsprozesse erklärt.
Für die Erstellung der Website und des Chatbots hat die KI im Arbeitsprozess selbst eine Dokumentation angelegt.

Datum & UhrzeitModell / VersionVerwendungszweckBetroffene DateienTranskript
05.08.2026, 20:11–20:12 Uhr (ca. 1 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.221
ENTWURF — bitte prüfen: Technische Einrichtung (Installationsversuch auf einem älteren Rechner). Kein Bezug zur Diplomarbeit.keinekein Bezug zur Diplomarbeit
23.08.2026, 21:02–22:22 Uhr (ca. 80 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.222
ENTWURF — bitte prüfen: Rückfragen und Strukturierung im Gespräch über das Forums-Ergebnis, den Umfang der Arbeit und das methodische Vorgehen. Keine Textproduktion für die Arbeit, keine inhaltlichen Vorschläge zum Projekt. Die Zuspitzung der These auf 'Geschwindigkeit als Entwurfsentscheidung' entstand im Gespräch, die These selbst nicht. Daneben technische Wartung des Systems.persönliche Notizdateien (nicht Teil der Abgabe)ansehen
02.09.2026, 16:55–23:35 Uhr (ca. 400 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.241
[Chatbot] Erstellung dieser KI-Dokumentation: Export der Sitzungsprotokolle, Zusammenfassungen, Erzeugung des KI-Verzeichnisses. Zusätzlich Prüfung der Prüfungs- und KI-Richtlinien auf ihre Anforderungen. Anschließend Arbeit am Chatbot als eine der beiden Projektformen.Diplom/ai-dokumentation/*, scripts/export-transcripts.py, scripts/ki-verzeichnis.pyansehen
02.09.2026, 23:38–00:52 Uhr (ca. 73 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.258
[Website + Chatbot] Technische Einrichtung der Veröffentlichungskette für den Projektteil: eigenes Git-Repository, Cloudflare Pages, Anbindung der Adresse diplom.jorgeschatz.de über einen DNS-Eintrag bei Strato. Abwägung zweier Hosting-Wege. Keine inhaltliche Arbeit, keine Textproduktion, kein Beitrag zur These. Rein technische Vorbereitung auf das EndproduktProjektteil (technische Infrastruktur); keine Stellen im geschriebenen Textansehen
04.09.2026, 16:19–17:47 Uhr (ca. 88 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.259
ENTWURF — bitte prüfen: Suche nach Überresten einer gelöschten Sitzung vom 09.03.2026, in der ein Übersichtsdokument aus vorhandenen Materialien zusammengestellt worden war. Ergebnis: Protokoll verloren, Eingabeverlauf erhalten. Daraufhin Korrektur einer unzutreffenden Aussage in 00_methode.md über die Rekonstruierbarkeit alter Sitzungen. Keine Textproduktion für die Arbeit, kein Beitrag zur These.Diplom/ai-dokumentation/00_methode.md (ein Absatz korrigiert); persönliche Notizdateien (nicht Teil der Abgabe)ansehen
05.09.2026, 14:48–15:33 Uhr (ca. 45 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.260
Entwicklung eines eigenen Werkzeugs zum Vergleich von Markdown-Fassungen (Gegenüberstellung zweier Dateien, Zeitleiste über mehrere Fassungen, Einfärbung nach Alter der Zeilen). Die Programmierung stammt vollständig von Claude, der Funktionsumfang wurde in mehreren Schritten von mir festgelegt und erweitert. Keine Textproduktion für die Arbeit, kein Beitrag zur These. Vorgesehene Nutzung: rückblickende Prüfung, welche Änderungen Claude (claude.ai) an den von mir erstellten Dokumenten für den Vortrag vorgenommen hat.werkzeuge/gegenlesen.html (Werkzeug, nicht Teil der Abgabe); keine Stellen im geschriebenen Textansehen
05.09.2026, 15:54–16:38 Uhr (ca. 44 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.261
Erweiterung der Pseudonymisierung dieser Dokumentation. Prüfende, Betreuende und die Verfasser des zitierten KI-Leitfadens werden nachträglich durch Rollenbezeichnungen ersetzt; zusätzlich Schwärzung eines privaten Dateipfads. Dabei Korrektur zweier Fehler im Ersetzungsverfahren (Groß-/Kleinschreibung, Unicode-Schreibweise von Umlauten). Keine Textproduktion für die Arbeit, kein Beitrag zur These.Diplom/ai-dokumentation/pseudonyme.json, 00_methode.md, zusammenfassungen.md; scripts/export-transcripts.pyGespräch über die Pseudonymisierung selbst, nach der Ersetzung unleserlich
05.09.2026, 16:59–17:35 Uhr (ca. 36 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.261
Herunterladen und Aufbereiten des claude.ai-Datenexports (998 Gespräche, Mai 2024 bis September 2026). Abgleich meiner eigenhändig geschriebenen (und noch nicht fertigen) Prozessdokumentation gegen den Export: Ermittlung, welche Arbeitstage noch nicht dokumentiert sind, und Benennung zweier Lücken (vier Tage vor dem 19.04.2026 ohne Eintrag (aber ohne Relevanz für die Arbeit); ein Zeitraum vom 09.06. bis 04.08.2026 ohne Nachweis in beiden Systemen, weil ich nichts gemacht habe in der Zeit). Entwicklung eines Skripts, das aus dem Export je Arbeitstag ein Arbeitsblatt erzeugt: Metadaten, Werkzeugnutzung, meine eigenen Eingaben im Wortlaut und das vollständige Transkript mit getrennt ausgewiesenem Denkprozess. Das Werkzeug erzeugt ausdrücklich nur Material — keine Auswahl innerhalb der Gespräche, keine Zusammenfassung, keine Formulierung. Die Dokumentationstexte schreibe ich selbst. Daneben Beratung zum Vorgehen: Empfehlung, die Bearbeitungstiefe der offenen Tage vorab zu staffeln, statt alle gleich ausführlich zu behandeln — mit Verweis auf die Vorgabe des Betreuers, repräsentativ statt vollständig zu dokumentieren. Diese Empfehlung kann sich darauf auswirken, welche Arbeitstage in der Dokumentation erscheinen. Keine Textproduktion für die Arbeit, kein Beitrag zur These.Diplom/materialblaetter/ (Arbeitsmaterial, nicht Teil der Abgabe); scripts/materialblaetter.py; keine Stellen im geschriebenen Textansehen
05.09.2026, 19:03–20:00 Uhr (ca. 57 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.261
Erweiterung eines selbst gebauten Werkzeugs zum Vergleich von Textfassungen: Text kann jetzt direkt auf der Seite eingefügt und bearbeitet werden, statt zuvor als Datei gespeichert und hochgeladen werden zu müssen. Anschließend zweite Erweiterung der Pseudonymisierung dieser Dokumentation um die am Forum beteiligten Personen. Entscheidung die Ersetzungsliste als Schlüssel der Pseudonymisierung nicht mit abzugeben; diese Entscheidung wurde im Methodenkapitel offengelegt. Zuletzt Korrektur zweier Fehler im Skript, das dieses Verzeichnis erzeugt. Keine Textproduktion für die Arbeit, kein Beitrag zur These.Diplom/ai-dokumentation/pseudonyme.json, 00_methode.md; scripts/ki-verzeichnis.py; werkzeuge/gegenlesen.html (Werkzeug, nicht Teil der Abgabe); keine Stellen im geschriebenen Textansehen
06.09.2026, 10:32–10:41 Uhr (ca. 9 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.263
[Chatbot] ENTWURF — bitte prüfen: Kurze Rückfrage zum Stand des Chatbots. Auf meine Annahme, es fehle nur noch ein API-Schlüssel, hat das Werkzeug widersprochen und dies durch einen Lauf des Bauskripts belegt: Die Wissensbasis, also der von mir zu schreibende Inhalt, ist in allen neun Abschnitten leer. Ergebnis der Sitzung ist damit keine Bearbeitung, sondern die Korrektur meiner Einschätzung über den eigenen Arbeitsstand. Keine Textproduktion für die Arbeit, kein Beitrag zur These.keine Stellen im geschriebenen Text; Diplom/chatbot/dist — seit 08.09.2026 Diplom/website/dist/chatbot (Neubau ohne Inhaltsänderung)ansehen
08.09.2026, 14:11–08:22 Uhr (ca. 1090 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.263
[Chatbot] ENTWURF — bitte prüfen: Technische Fertigstellung und Veröffentlichung des Chatbots als eine der beiden Projektformen. Umbau des Servercodes auf das am 03.09.2026 gewählte Verfahren, Trennung der Arbeitsbereiche Website und Chatbot in einem Repository, Anbindung an die Adresse, Hinterlegung des API-Schlüssels. Zusätzlich eingerichtet: eine anonyme Protokollierung der Fragen und Antworten für die Auswertung in der Verteidigung, mit Hinweis auf der Seite und Tageslimit. Keine Textproduktion für die Arbeit, kein Beitrag zur These; der Inhalt des Chatbots (Wissensbasis) stammt unverändert von mir.keine Stellen im geschriebenen Text; Diplom/website/ (gesamtes Projektverzeichnis, neu geordnet), Diplom/ai-dokumentation/erhebung-chatbot.md (neu)ansehen
09.09.2026, 18:14–23:31 Uhr (ca. 317 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.266
ENTWURF — bitte prüfen: Umsetzung des Paper-Entwurfs „Titelseite" als Website (diplom.jorgeschatz.de); Einbindung der Schriftdateien. Anschließend Übertragung der Gestaltung des Chatbots an Claude als eigenständige Urheberschaft, mit begleitendem Entscheidungsprotokoll. Vier Gestaltungsfassungen, drei davon archiviert.ENTWURF — bitte prüfen: Kapitel zur Website und zum Chatbot; Methodenteil (Urheberschaft und Arbeitsteilung).ansehen
09.09.2026, 23:38–01:14 Uhr (ca. 95 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.267
Weiterbau der Titelseite von diplom.jorgeschatz.de aus zwei Paper-Rahmen und einem Kommentar am Titel. Umsetzung des Übergangs vom Titel in die Kopfleiste (zwei Zeilen werden beim Scrollen eine) und der Schreibmaschinen-Animation des Titels. Entscheidung, dass die gesamte Dokumentation als eine .md-Datei geschrieben und die Website daraus als Onepager gebaut wird.ENTWURF — bitte prüfen: Kapitel zur Website; Methodenteil (Arbeitsteilung Entwurf/Umsetzung).ansehen
10.09.2026, 10:58–15:17 Uhr (ca. 260 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.267
ENTWURF — bitte prüfen: Bau des Onepagers diplom.jorgeschatz.de aus meiner Dokumentations-.md. Der Text wird nicht mehr von Hand in die Seite geschrieben, sondern beim Bauen aus dem Obsidian-Export übernommen (Überschriften, Zeilenumbrüche, Fußnoten, Zitate aus Chatverläufen, Verweise, Listen, Blockzitate). Umsetzung von vier Paper-Rahmen: das Popup mit dem vollständigen Research-Prompt, der Hinweis über der Modellnennung samt umlaufender Zeichenfolge, die Auszeichnung von Claude-Zitaten im Fließtext. Dazu auf meinen Wunsch: weich beschleunigende Sprünge zwischen Fußnotenzeigern und Quellen, ein Textmarker, der die gefundene Stelle anstreicht, und klappbare Kapitel. Keine Textproduktion für die Arbeit.ENTWURF — bitte prüfen: Kapitel zur Website; Methodenteil (Arbeitsteilung Entwurf/Umsetzung). Betroffene Dateien: Diplom/website/seite/build.py (neu geschrieben), Diplom/website/seite/index.html, Diplom/markdown-input/ (neue Quelle der Seite).ansehen
10.09.2026, 16:30–09:09 Uhr (ca. 999 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.267
[Chatbot] ENTWURF — bitte prüfen: Gestaltung des Chatbots unter meiner Art-Direktion. Ich gebe die Richtung über 13 Referenzbilder und einen markierten Screenshot vor und entscheide an zwei Halten; das Werkzeug recherchiert Gestaltungsregeln, verdichtet die Bilder zu einem Gestaltungsbrief, setzt WCAG-konform um und prüft. Freigabe der neuen Fassung als laufender Chatbot am 11.09.2026.~/.claude/plans/typed-wandering-river.md
Diplom/ai-dokumentation/gestaltung-chatbot.md
Diplom/website/chatbot/entwurf-artdirektion.html
Diplom/website/chatbot/build.py
Diplom/ai-dokumentation/zusammenfassungen.md
~/.claude/projects/-Users-jorge-Documents-Pers-nlich-Claude/memory/feedback_annotated_screenshots.md
… 1 weitere
persönliche Notizdateien (nicht Teil der Abgabe)
ansehen
11.09.2026, 09:13–09:29 Uhr (ca. 16 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.268
ENTWURF — bitte prüfen: Abgebrochene Sitzung am Morgen des Abgabetags. Beginn der Einarbeitung einer neuen Textfassung in die Website; von mir abgebrochen, weil das Werkzeug sich im Denken verrannt hatte. Kein Ergebnis übernommen. Keine Textproduktion für die Arbeit.ENTWURF — bitte prüfen: keine Stellen im geschriebenen Text; keine Datei verändertansehen
11.09.2026, 09:36–21:32 Uhr (ca. 716 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.268
[Website] ENTWURF — bitte prüfen: Einarbeitung der neuen Textfassung vom Abgabetag in die Website: Bilder, Beilagen (Folien, TaskCards, Resolution) und Texte als Popups; Titelblatt mit den Angaben für das Prüfungsamt hinter dem Namen; Überschriften und Inhaltsverzeichnis nach meinen Paper-Entwürfen. Der Text stammt unverändert aus meiner Datei. Keine Textproduktion für die Arbeit, kein Beitrag zur These.ENTWURF — bitte prüfen: keine Stellen im geschriebenen Text; Projektteil (Website)ansehen
11.09.2026, 21:44–23:35 Uhr (ca. 111 Min.)claude-opus-5
Claude Code 2.1.269
[Website + Chatbot] ENTWURF — bitte prüfen: „Nachricht an Jorge“ — ein Fenster auf der Website, das wie ein Chatbot aussieht und die Nachricht als Mail über mein Postfach an mich schickt (Programmierung und vorläufige Gestaltung von Claude, Texte von mir). Intro mit zwei Wegen („Lesen & Lernen“, „Fragen und Wissen?“, meine Worte) und weicher Übergang in den Chatbot. KI-Verzeichnis der Claude-Code-Sitzungen mit gekürzten Transkripten auf der Website. Animierte Unterschrift unter der Ehrenwörtlichen Erklärung. Am Chatbot: neuer Titel und Untertitel, von Claude gesetzt (Protokoll 017); mein Bild bei den Antworten (018). Keine Textproduktion für die Arbeit, kein Beitrag zur These.ENTWURF — bitte prüfen: keine Stellen im geschriebenen Text; Projektteil (Website, Chatbot); Diplom/ai-dokumentation/gestaltung-chatbot.md (Einträge 017, 018)ansehen

KI-Tool: Claude Code (Anthropic). Modell, Version, Zeiten und Dateien stammen aus den Sitzungsprotokollen (ai-dokumentation/ki-verzeichnis.md).

Quellen

  1. 1 dmulford: AI in Higher Education: A Meta Summary of Recent Surveys of Students and Faculty, o. O., 6.3.25, https://sites.campbell.edu/academictechnology/2025/03/06/ai-in-higher-education-a-summary-of-recent-surveys-of-students-and-faculty/, abgerufen am 9.9.26
  2. 2 Reuters: ChatGPT app hits 1 billion monthly active users in record time, data shows, o. O., 3.6.26, https://www.reuters.com/technology/chatgpt-app-hits-1-billion-monthly-active-users-record-time-data-shows-2026-06-02/, abgerufen am 9.9.26
  3. 3 Kevin Roose & Casey Newton: The A.I. Mob That Attacked Hugging Face + METR’s Ajeya Cotra, o. O., 4.9.26, https://www.nytimes.com/2026/09/04/podcasts/hugging-face-hack-reports.html?unlocked_article_code=1._1A.6z1i.vLu3GTzgAsO3&smid=url-share, abgerufen am 5.9.26
  4. 4 Kevin Roose: Why the Hugging Face Hack Should Make You Worry More About A.I., San Francisco, 3.9.26 https://www.nytimes.com/2026/09/03/technology/openai-hugging-face-hacking.html?searchResultPosition=3, abgerufen am 9.9.26
  5. 5 Sydney Von Arx, Cormac Slade Byrd, Spencer Kitts & Thomas Larsen: Discovery of a new OpenAI agent message board, o. O., 4.9.26, https://collusion.wiki/, abgerufen am 9.9.26
  6. 6 Evan Hubinger: o. T., o. O., 9.9.26, https://x.com/EvanHub/status/2097497037956891126, abgerufen am 9.9.26
  7. 7 Jacob Coxon: o.T., o. O., 9.9.26, https://x.com/hilbertspaess/status/2097476203863224394, abgerufen am 9.9.26
  8. 8 Antrophic: Risk Report: August 2026, o. O., 14.8.26, https://www-cdn.anthropic.com/f61d49fa5596956a5dec75fea0e973bf6a6a8378/Redacted%20Risk%20Report%20August%202026%20.pdf, abgerufen am 9.9.26
  9. 9 Drake Thomas: o. T., o. O. 9.9.26, https://x.com/MaskedTorah/status/2097798267241443711?s=20, abgerufen am 10.9.26
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  11. 11 Deutschlandfunk: Was KI die Umwelt kostet, o. O., 3.6.26, https://www.deutschlandfunk.de/kuenstliche-intelligenz-energieverbrauch-klimaschutz-nachhaltigkeit-umwelt-atomkraft-100.html, abgerufen am 9.9.26
  12. 12 Ingo Dachwitz: Warum verbraucht KI so viel Wasser?, o. O., 10.8.26, https://netzpolitik.org/2026/genug-fuer-600-millionen-menschen-warum-verbraucht-ki-so-viel-wasser/#alternativen, abgerufen am 9.9.26
  13. 13 Alex Drabkin: KI-Namen: Die 150+ besten, witzigsten und coolsten Namen für Deine KI 🤖, o. O., 22.3.26, https://www.smart-home-fox.de/ki-namen, abgerufen am 9.9.26
  14. 14 J. McCarthy, M. L. Minsky, N. Rochester & C.E. Shannon: A PROPOSAL FOR THE DARTMOUTH SUMMER RESEARCH PROJECT ON ARTIFICIAL INTELLIGENCE, o. O., 31.8.1955, http://jmc.stanford.edu/articles/dartmouth/dartmouth.pdf, abgerufen am 10.9.26, S. 2
  15. 15 ebd., S. 11
  16. 16 Sébastian Seibt: The Dartmouth Workshop: The $7,500 investment that gave birth to AI (2/3), o. O., 5.8.26, https://www.france24.com/en/technology/20260801-the-dartmouth-workshop-the-7-500-investment-that-gave-birth-to-ai-2-2, abgerufen am 10.9.26
  17. 17 Jakob Uszkoreit: Transformer: A Novel Neural Network Architecture for Language Understanding, o. O., 31.8.17, https://research.google/blog/transformer-a-novel-neural-network-architecture-for-language-understanding/, abgerufen am 10.9.26
  18. 18 Anna Funder and Julia Powles: Tech companies are stealing our books, music and films for AI. It’s brazen theft and must be stopped, o. O., 10.9.25, https://www.theguardian.com/commentisfree/2025/sep/10/tech-companies-are-stealing-our-books-music-and-films-for-ai-its-brazen-theft-and-must-be-stopped, abgerufen am 10.9.26
  19. 19 Visual Storytelling Team and Madhumita Murgia: Generative AI exists because of the transformer, London, 12.9.23 https://ig.ft.com/generative-ai/, abgerufen am 10.9.26
  20. 20 Andy Golder: 22 Funny ChatGPT Fails And Screenshots That’ll Hopefully Make You Worry Less About The Singularity, o. O., 6.8.23, https://www.buzzfeed.com/andyneuenschwander/chatgpt-ai-fails-funny, abgerufen am 10.9.26
  21. 21 Steve Johnson: A.I. Is Mastering Language. Should We Trust What It Says?, o. O., 17.4.22, https://www.nytimes.com/2022/04/15/magazine/ai-language.html?unlocked_article_code=1.AFE.83m2.cXokP-uIF1nO&smid=url-share, abgerufen am 10.9.26
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  24. 24 Epoch AI, Trends in Artificial Intelligence, o.O., 5.2.26, https://epoch.ai/trends#model-performance, abgerufen am 10.9.26
  25. 25 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: KI-Agenten: Wenn Künstliche Intelligenz selbstständig handelt, o. O., o. D., https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Technologien_sicher_gestalten/Kuenstliche-Intelligenz/KI-Agenten/ki-agenten_node.html, abgerufen am 10.9.26
  26. 26 Alex Heath, Inside OpenAI’s Reboot, o. O., 26.8.26, https://time.com/article/2026/08/26/openai-sam-altman-interview/, abgerufen am 10.9.26
  27. 27 Kevin Roose & Casey Newton: Meta Shifts the Blame + Do Data Center Bans Work? + The Final HatGPT, o. O., 28.6.26, https://www.nytimes.com/2026/08/28/podcasts/hardfork-meta-settlement.html?unlocked_article_code=1.AFE.bl0G.gwXxq_feHu_H&smid=url-share, abgerufen am 10.9.26
  28. 28 Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?, Herausgegeben von Dr. Artur Buchenau und Dr. Ernst Cassirer: Immanuel Kants Werke. Band IV. Schriften von 1783–1788, Berlin: Bruno Cassirer 1913, S. 169
  29. 29 ebd.
  30. 30 Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?, S. 170
  31. 31 Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?, S. 169
  32. 32 ebd.
  33. 33 Langenscheidt: Agency, o. O., o. D., https://de.langenscheidt.com/englisch-deutsch/agency, abgerufen am 11.9.26
  34. 34 Markus Schlosser: Agency, The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Winter 2019 Edition), Edward N. Zalta (ed.), 28.9.19, https://plato.stanford.edu/archives/win2019/entries/agency/, abgerufen am 11.9.26
  35. 35 Dr. med. Bernd FM Romeike, Besser lernen, besser lehren, o. O., 6.5.26
  36. 36 Liberating Structures: Welcome, o. O., o. D., https://www.liberatingstructures.com/, abgerufen am 11.9.15
  37. 37 Liberating Structures: Impromptu Networking, o. O., o. D., https://liberatingstructures.de/liberating-structures-menue/impromptu-networking/, abgerufen am 11.9.26
  38. 38 Liberating Structures: TRIZ, o. O., o. D., https://liberatingstructures.de/liberating-structures-menue/triz/, abgerufen am 11.9.26
  39. 39 Liberating Structures: 1-2-4-All, o. O., o. D., https://liberatingstructures.de/liberating-structures-menue/1-2-4-all/, abgerufen am 11.9.26
  40. 40 Model Context Protocol: What is the Model Context Protocol (MCP)?, o. O., o. D., https://modelcontextprotocol.io/docs/2026-07-28/getting-started/intro, abgerufen am 11.9.26
  41. 41 Kyle Martinez: Reverse Engineering Claude’s ASCII Spinner Animation, o.O., 21.10.25, https://medium.com/@kyletmartinez/reverse-engineering-claudes-ascii-spinner-animation-eec2804626e0, abgerufen am 10.9.26
  42. 42 leserlich.info: Schriftart, o. O., o. D., https://leserlich.info/zeichen/schriftart, abgerufen am 10.9.26
  43. 43 Production Type: Newsreader, o.O., 5.3.21, https://productiontype.com/font/newsreader, abgerufen am 10.9.26
  44. 44 Rainer Mühlhoff: Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus, S. 22–23
  45. 45 ebd.
  46. 46 Pronova BKK: 40 % der jungen Nutzer*innen plaudern lieber mit der KI als mit dem Freundes­kreis, Leverkusen, 6.5.26, https://www.pronovabkk.de/unternehmen/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2026/junge-nutzende-plaudern-lieber-mit-ki-als-mit-freunden.html, abgerufen am 11.9.26
  47. 47 OpenAI: Testing ads in ChatGPT, o. O., 11.8.26, https://openai.com/index/testing-ads-in-chatgpt/, abgerufen am 11.9.26
  48. 48 Steven Adler: AI isn’t “just predicting the next word” anymore, o. O., 5.1.26, https://www.clear-eyed.ai/p/ai-isnt-just-predicting-the-next#footnote-3, abgerufen am 11.9.26
  49. 49 Tyler Austin Harper: What Happens When People Don’t Understand How AI Works, o. O., 5.6.25, https://www.theatlantic.com/culture/archive/2025/06/artificial-intelligence-illiteracy/683021/, abgerufen am 11.9.26
  50. 50 Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?, S. 169
  51. 51 Liberating Structures: What, So What, Now What (W3), o. O., o. D., https://www.liberatingstructures.com/what-so-what-now-what, abgerufen am 11.9.26
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